Politik

Streit um Salzburger Altstadt eskaliert

Die Plakate sind nicht zu übersehen. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden und Stadtrat Johann Padutsch wird darauf eine "Altstadtsperre" verordnet.

Die Bandagen werden härter. Nachdem am Mittwoch nach einem Krisengespräch die neuen Zufahrtsbeschränkungen zur Altstadt (Mittagsregelung) nicht zurückgenommen wurden, haben die Kaufleute ihrem Unmut durch eine Plakataktion Luft gemacht. Seit Donnerstag kleben an den Schaufenstern vieler Geschäfte Poster, auf denen die Stadtpolitiker, allen voran Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) und Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), massiv angegriffen werden. 400 Plakate wurden gedruckt.

Auf einem Teil entschuldigen sich die Kaufleute bei ihren Kunden für die Stadtpolitiker und deren Entscheidung für die Mittagsregelung. In der zweiten Serie werden die Konterfeis von Schaden und Padutsch in einem Fahrverbotsschild mit dem Slogan "Altstadtsperre für Politiker" gezeigt. Darunter sind alle Gemeinderäte aufgelistet, die diese Sperre beschlossen haben.

Bei der Aktion hat auch der ÖVP-Wirtschafsbund die Finger im Spiel. Die Kaufleute hätten sich an ihn gewandt, natürlich unterstütze man die Unternehmer organisatorisch, sagt Christian Blaschke vom Wirtschaftsbund. Der Grund: Die Kaufleute seien nicht nur mit den Politikern unzufrieden, sondern auch mit dem Altstadtverband. "Der hat diesen tollen Kompromiss ja mit ausverhandelt", sagt Blaschke.

Die ersten Reaktionen auf diese Aktion sind heftig. Altstadtmarketing-Chefin Inga Horny sagte: "Ich distanziere mich vehement von dieser Aktion. Mir fehlen die Worte. Das ist tiefstes Niveau." Stadtrat Padutsch (Bürgerliste) sagt: "Die Aktion ist voll daneben." Er glaube nicht, dass die Kaufleute durch die Aktion viel Sympathie sammeln könnten.

Stadtchef Heinz Schaden (SPÖ) sagte, dass die Initiatoren der Aktion "feige" seien. Auf den Plakaten sei kein Impressum zu sehen. Die Aufzählung der Gemeinderäte auf den Plakaten, die für die Mittagsregelung gestimmt hätten, gehe in Richtung "Verhetzung". Ihn lasse die Aktion kalt. "Ich hab mir ein Plakat als Souvenir mitgenommen", sagt er.

Quelle: (SN).

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