Politik

Lois Renners Großbild "Makart" ziert Raum von Bürgermeister Harald Preuner

Das Großbild "Makart (Der Frühling)" bringe Menschen hier zusammen, weil es ein wunderbares Bild für Salzburg sei, so der Salzburger ÖVP-Bürgermeister.

Das Kunstwerk "Makart (Der Frühling)" - entstanden 2017, ist 300 x 540 cm groß, ein C-Print/DIASEC des bekannten und vielfach ausgezeichneten Malers und Fotografen Renner - ziert seit kurzem als Leihgabe des Salzburg Museums den Raum des Bürgermeisters im Schloss Mirabell.

Der Künstler erklärt: "Die Entstehung des Werkes und seine Einladung hierher an diesen besonderen Ort geschah wie folgt: Zur Planung einer Ausstellung im Salzburg Museum fiel es mir schwer, ein Bild auf jene große Wand zu hängen, in der der "Frühling" von Hans Makart eingefriedet hängt. Dieses Bild aus dem 19. Jahrhundert ist mir schon früh begegnet, war es doch für mich als Schüler leicht zugänglich im Eingangsbereich des Museums Carolina Augusteum, wo noch kein Geld für Eintrittskarten notwendig war. Mit Direktor Martin Hochleitner vom Salzburg Museum habe ich vereinbart, dass ein neuer Frühling zu sehen sein muss, über dem vorhandenen. Nach der Ausstellung wurde das Bild dann nach Linz. Hamburg, Berlin ausgeliehen und just als es zurück ins Lager nach Salzburg gestellt wurde, lud mich Frau Preuner zum Besuch des Büro des Salzburger Bürgermeisters ein. Und schon beim Eintreten war klar: Diese große Wand braucht ein großes Bild!"

Drei Vorschläge an den Bürgermeister

Drei Vorschläge habe er an den Bürgermeister geschickt und zum Glück sei es "Makart (Der Frühling)" gewesen, das Gefallen fand: "Unweit vom Makart-Platz, mit Blick auf die Festung Hohensalzburg, mit dem Untersberg daneben, mit Figuren aus meiner Familie. So soll es sein, für mich als Salzburger Maler am Höhepunkt meiner Kunst!", sagt Renner.

Von Lehrerin geohrfeigt

Er sei ganz sicher ein hochbegabter Maler, dennoch bedürfe es eines noch größeren Wunders, um es bis an diese Wand zu schaffen. Schon in seiner Kindheit habe er tagtäglich Fotos abgemalt. "So geschickt, dass mich meine Lehrerin geohrfeigt hat, ob der Behauptung, das sei von mir und nicht von adulten Leuten aus meiner Familie vielleicht." Dieses Ding mit dem Foto habe ihn schließlich bis Düsseldorf gebracht, wo er unwissentlich den allergrößten Foto-Maler traf: Gerhard Richter. Renner: "Wir mochten uns nicht - allein die Verbindung von Malerei und Foto war unser Draht. Unehrenhaft verließ ich schließlich die Akademie mit der Frage: Gibt es ein Leben nach Gerhard Richter?"

Nach ein paar Jahren der reinen Malerei ohne Foto sei es dann soweit gewesen, es entstand ein besonderes Gemälde. Diesmal nicht, wie in der Popart, ein Gemälde nach einer Fotografie. Es entstand ein Foto nach einem Gemälde: "Und alle Engel im Salzburger Himmel nickten mir zu, weil das sehr viel besser, weil natürlicher war".

Kaum Unterschied von Frau und Mann

Die junge Frau im Bild "Makart (Der Frühling)" sei seine Nichte Valentina, eine mega-erfolgreiche Influencerin via Instagram. Dazu ihr Boyfriend Max, der noch nicht ganz gläubig an das Neue und auch nicht an das Alte die Augen schließe. Dahinter der Groß-Neffe Anton -verkleidet, entkleidet als Amor mit Bogen und Pfeil. Links an der Wand, der Onkel, der das alles male, in seinem Atelier, jenem Kreissaal wo das Neue entstehe, da wo noch nichts ganz sicher sei, wo alles schwebt, verdichtet durch sein Modell, das kein Weibliches ist, sondern eine Sache nur, so wie das immer war und auch heute noch sei, auch in Zeiten in denen es keinen Unterschied mehr gebe zwischen Mann und Frau, außer, dass sie ein Kind zur Welt bringen kann und er sie darum so sehr beneide, dass er zu Pinsel und Farbe greife.

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.05.2019 um 10:53 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/video-lois-renners-grossbild-makart-ziert-raum-von-buergermeister-harald-preuner-69987886

Kommentare

Schlagzeilen