Politik

Wie bringt man alle Baustellen in Salzburg unter einen Hut?

Stadt und Land Salzburg sowie Asfinag und Salzburg AG investieren heuer Millionen. Das Zauberwort heißt "Koordination". Am Freitag lud Landesrat Stefan Schnöll zum Baustellengipfel, an dem auch das Bauamt in Traunstein teilnahm.

Heuer stehen 37 große Straßen- und Brückenbauvorhaben im 1400 Kilometer langen Salzburger Landesstraßennetz an. Nur einige neuralgische Punkte: An der B1 wird zwischen Neumarkt und Straßwalchen der Pfongaubach neu verrohrt und überbaut. Die Brücke über den Eugenbach und die Schwabenwirtsbrücke in Gnigl erhalten eine Runderneuerung. Der Neubau der Nordrampe der B99 auf den Katschberg wird fortgesetzt und Obertauern bekommt eine neu gestaltete "Ortsdurchfahrt".

Das Land investiert 17 Mill. Euro in die Landesstraßen

Am Freitag fand ein Gipfelgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Landes, der Landeshauptstadt, der Asfinag, der Salzburg AG sowie aus dem benachbarten Bayern statt. Landesrat Stefan Schnöll: "Wir halten unsere Verkehrswege und die Leitungsinfrastruktur damit bestens in Schuss. Wesentlich ist, dass die Arbeiten gut koordiniert sind, um die Dauer der notwendigen Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten." Das Land investiert heuer rund 17 Mill. Euro in die Landesstraßen.

Die Kanalsanierungen in der Stadt Salzburg gehen weiter

Die Bauabteilung der Landeshauptstadt führt heuer die Kanalsanierung in zahlreichen Stadtteilen fort. An der Alpenstraße werden die Radwege saniert und beim Autobahnanschluss Hagenau neu gebaut. Straßenbauarbeiten betreffen das neue Wohnareal Riedenburg, die Hellbrunner Straße, die Markus-Sittikus-Straße, die Kendlerstraße und die Kirchenstraße. An der Kreuzung Hofhaymer-Allee/Friedensstraße wird ein provisorischer Kreisverkehr gebaut, das Areal Rauchmühle wird von der Guggenmoosstraße mit einem Kreisverkehr erschlossen und in der Kendlerstraße wird die Unterführung saniert.

Betroffene in der Stadt sollen auf Bus oder Fahrrad umsteigen

"Bei allen städtischen Baustellen ist mir wichtig, dass Anrainer und Unternehmer frühzeitig über alle Details wie Bauzeiten oder Umleitungen informiert werden. Große Freude kommt bei den Kanal- oder Straßenbaustellen verständlicherweise nicht auf, denn Behinderungen oder Einschränkungen lassen sich oft nicht verhindern", erklärt Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold. Sie appelliert an alle, auf Bus oder Fahrrad umzusteigen und damit auch einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

Die Asfinag steckt heuer 60 Mill. Euro in die Autobahnen

Die Schwerpunkte der Autobahnsanierungen liegen heuer an der A10 mit sechs Baustellen. Die Generalerneuerung Urstein-Hallein läuft noch bis Juni 2020, ebenso im Bereich Werfen. "Die Asfinag investiert heuer in Salzburg rund 60 Millionen Euro für mehr Verkehrssicherheit und Fahrkomfort. Das größte Projekt ist die laufende Generalerneuerung der Tauernautobahn zwischen Urstein und Hallein. Die Arbeiten, die auch den Neubau der Almbrücke bei der Anschlussstelle Hallein umfassen, werden Ende Juni rechtzeitig vor dem Einsetzen des starken Sommerreiseverkehrs abgeschlossen sein", sagt Stefan Siegele, Geschäftsführer der Asfinag Service GmbH. An der A1 wird zwischen dem Knoten Salzburg und Salzburg-Mitte von Mitte Juni bis Mitte August der Lärmschutz erneuert. Danach startet der Überbau der Betondecke - der bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll.

"Wir bündeln unsere Arbeiten zu spartenintegrierten Grabungen"

Gemeinsam mit der Salzburg Netz GmbH betreibt und wartet die Salzburg AG mehr als 25.000 Kilometer Leitungen und wickelt rund 4000 Baustellen pro Jahr ab - davon 1400 Baustellen in der Landeshauptstadt. Schwerpunkte werden heuer der Herbert-von-Karajan-Platz, der Rudolfskai, die Riedenburg, die Friedensstraße, das Andräviertel, Lehen-Mitte, der Graf-Zeppelin-Platz, die Sterneckstraße, die Ganshofstraße, die Parscher Straße und die Leopoldskronstraße sein. "Wir arbeiten mit den besten Partnern im Land zusammen und bündeln unsere Arbeiten zu spartenintegrierten Grabungen", sagt Vorstandssprecher Leonhard Schitter und er fügt hinzu: "Mit den Bauarbeiten in und um Salzburg treiben wir auch den Breitbandausbau im Bundesland voran. 250 Millionen Euro sind dafür in den kommenden Jahren budgetiert."

"Arbeiten am Kleinen Deutschen Eck werden fortgesetzt"

Auch Vorhaben im benachbarten Bayern wurden am Freitag abgestimmt. Heuer setzt das Staatliche Bauamt Traunstein 14 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro um. Christian Rehm, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts in Traunstein: "Schwerpunkte sind die Fortsetzung des Ausbaus der B20 beim Eisenrichter Berg in Bischofswiesen, der Ausbau der Ortsdurchfahrten Oberteisendorf und Hammerau. Auch die Arbeiten am Bodenberg an der B21 beim Kleinen Deutschen Eck werden fortgesetzt. Bis auf die Ortsdurchfahrt Oberteisendorf wird es keine längeren Sperren geben."

Aufgerufen am 05.12.2021 um 03:40 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/wie-bringt-man-alle-baustellen-in-salzburg-unter-einen-hut-83784763

Kommentare

Schlagzeilen