Wirtschaft

Baustart für die neue dm-Zentrale in Wals-Siezenheim

Die Bauphase für die neue dm-Zentrale in Wals-Himmelreich wurde offiziell eingeläutet. Bereits im Herbst 2022 sollen die 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übersiedeln. In die Planungen wurden auch die Erfahrungen aus der Coronazeit eingebaut.

Seit zwei Jahren sind die Planungen für den Neubau der dm-Zentrale für Österreich und Südosteuropa in Wals-Himmelreich in vollem Gange. Jetzt erfolgte der offizielle Baustart: Nur wenige Meter neben dem derzeitigen Headquarter in Wals-Himmelreich entsteht bis Sommer 2022 die neue dm-Teilkonzernzentrale. Der symbolische Spatenstich, der für Donnerstag geplant war, wurde abgesagt. Die Gründe: das schlechte Wetter sowie die Coronapandemie.

Wiener Städtische und Donau investieren zweistelligen Millionenbetrag

Die Eigentümer der Immobilie, die Wiener Städtische und die Donau Versicherung, setzen in Salzburg ein Zeichen und investieren einen zweistelligen Millionenbetrag an dem Standort in Wals-Himmelreich. Nach der Devise: Die Prämien werden dort investiert, wo sie herkommen. Den Bauauftrag hat die Salzburger Baufirma Bodner erhalten, Generalplaner ist das Architekturbüro Kroh & Partner aus Linz. Errichtet wird die neue dm-Zentrale auf dem Gelände des ehemaligen "baumax"-Gebäudes, das seit rund zehn Jahren leer steht. Bürgermeister Joachim Maislinger ist froh, dass jetzt wieder Leben in das Gebäude einzieht: "Für uns ist es sehr erfreulich, dass die Bauarbeiten jetzt beginnen."

9000 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Etagen

Zuerst erfolgt ein Teilabriss jener Gebäudeteile, die sich oberhalb des Erdgeschoßes im ehemaligen bauMax-Gebäude befinden. Dann werden zwei neue Etagen "aufgesetzt". Auf diesen Etagen soll eine Nutzfläche von 9000 Quadratmetern entstehen - für rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dm.

Offene Räume sollen flexibles Arbeiten ermöglichen

In die Detailplanung eingeflossen sind nicht nur die Ergebnisse einer internen
Mitarbeiterbefragung und die Erfahrungen, die dm während der Coronakrise gesammelt hat, sondern auch längerfristige Trends in der Zusammenarbeit. "Wir verbringen immer weniger Zeit an unseren Schreibtischen, sondern außer Haus, in Telearbeit, in nationalen sowie internationalen Projekten, in länderübergreifenden Arbeitsgruppen in ganz unterschiedlichen Besetzungen und zeitlichen Horizonten - dadurch verändern sich die Anforderungen an räumliche und technische Ausstattungen", sagt dm-Geschäftsführer Thomas Köck. Er ist konzernintern für das Ressort Expansion verantwortlich. Mit einem nachhaltigen Open-Space-Konzept samt Desk-Sharing und modernster technischer Ausstattung, die den unterschiedlichen Arbeitsanforderungen gerecht wird, schaffe man in der neuen Zentrale
größtmögliche Flexibilität und zusätzlichen Platz für Einzelarbeiten, Videokonferenzen und kreative Begegnungen, heißt es.

Beim Land um neue Standortverordnung angeklopft

Noch immer offen ist, wie die restliche Nutzfläche im ehemaligen bauMax künftig genutzt wird: Es handelt sich dabei um 12.000 Quadratmeter im Erd- und im Kellergeschoß. Nach wie vor aufrecht ist eine Genehmigung für einen Verbrauchermarkt auf 3000 Quadratmetern. Für die restlichen 9000 Quadratmeter haben die Eigentümer im Jahr 2012 eine neue Standortverordnung beim Land beantragt - ohne Erfolg. Das Ansuchen wurde modifiziert und neuerlich eingebracht. Die Eigentümer wünschen sich statt der Fachmarktwidmung für Bau, Möbel und Garten eine Fachmarktwidmung ohne Einschränkung.

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