Wirtschaft

Café 220 Grad öffnet die Türen im Nonntal

Elf Jahre lang stand die alte Motorenwerkstatt Matschl im Nonntal leer. Ab 15. Mai zieht Kaffeeduft durch die Räume, in denen der Charakter der Werkstatt noch zu spüren ist.

In der Mitte des Raums hängt ein Kran. Durch die alten Kastenfenster strömt das Sonnenlicht. Und die Wände sind nicht verputzt. Viele fragen sie schon, ob die Mauer so bleibt, erzählt Margret Macheiner. "Doch das ist genau das, was wir wollten: Den Charakter der alten Motorenwerkstatt erhalten."

Margret und Alois Macheiner betreiben das Café 220 Grad in der Chiemseegasse und eine Rösterei in Maxglan. Am 15. Mai sperrt das neue Lokal im Nonntal auf.

In der Mitte des Raums ist das Herzstück des Cafés platziert: eine riesige Bar aus Stein. Die Kanten sind mit Messing veredelt. 20 Stühle stehen um die Bar. Über den Kaffeemaschinen hängen Lampen, die ein Künstler aus Mailand gestaltet hat. "Es ist wie eine Bühne, jeder kann beim Zubereiten des Kaffees zusehen", sagt Alois Macheiner. Es sei ihr Ziel, dass die Salzburger mehr über den Weg der Bohne bis zur Tasse erfahren.

Das Gebäude wurde 1934 erbaut. Früher haben hier die Mechaniker von Alois Matschl Elektromotoren repariert - sogar die riesigen Motoren von Aufzügen. 1984 hat Paul Pomwenger die Werkstatt übernommen, 2007 zog er nach Anthering. Der neue Eigentümer des Gebäudes, Georg Reinthaler, hat beim Kauf nicht lange überlegt: "Am Freitag habe ich davon erfahren, am Montag um 10 Uhr habe ich unterschrieben." Doch dann standen die Räume elf Jahre leer. Anfragen habe er viele gehabt, sagt der Chef von Stockinger & Reinthaler Immobilien. Es habe aber nie gepasst. Bis die Familie Macheiner angerufen hat.

Draußen im Garten hört man das Plätschern des Hellbrunnerbaches. In der Mitte der Terrasse haben Alois und Margret Macheiner einen kleinen Teich gebaut. "Die Gästen können sich Hocker nehmen und rundherum sitzen. Es soll unkompliziert sein, wie daheim im Garten", sagt Alois Macheiner. Nebenan ist die Küche des Cafés. Dort backen die Mitarbeiter Kuchen und bereiten kleine Häppchen zu. Auch Frühstück wird es im 220 Grad Nonntal geben - mit selbstgebackenem Brot.

350.000 Euro haben die Inhaber in das Lokal investiert. Der Pachtvertrag läuft für 15 Jahre. Die Zusammenarbeit soll langfristig sein, sagt Margret Macheiner. "Wir haben die Geschichte des Hauses übernommen, sie lebt im neuen Café weiter."

Das 220 Grad Nonntal sperrt am 15. Mai auf. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 9 bis 18 Uhr. Am 24. Mai um 12.30 Uhr liest Katharina Winkler während des Literaturfests aus ihrem Buch "Blauschmuck".

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