Wirtschaft

Die Wohnungen im Zoo Salzburg sind bezugsfertig: Die Pinguine können kommen

Im Frühsommer soll die Pinguin-Anlage eröffnet werden. Die Höhlen für die Tiere sind schon bezugsfertig - wahlweise mit Natur- oder Sandboden, eher sonnig oder im Schatten, versteckt oder leicht zugänglich. Der Zoo investiert in die neue Attraktion rund 1,3 Mill. Euro. Spenden sind noch erbeten.

Die Höhlen im Gehege für die Brillenpinguine im Afrika-Bereich im Zoo Salzburg sind bereitet. Die Paare, die demnächst nach Salzburg übersiedeln, können wählen: Natur- oder Sandboden, versteckt oder doch leicht zugänglich, sonnig oder doch eher schattig ausgerichtet. Und: Es wird mehr Höhlen als Paare geben. Das heißt: Tiere, die mit ihrer Wohnung nicht zufrieden sind, können auch nachträglich noch umziehen.

Die Pinguine kommen von anderen europäischen Zoos

Woher kommen die Pinguine für den Zoo Salzburg? Sie werden von mehreren Zoos in Europa zur Verfügung gestellt. "Woher genau unsere Tiere kommen werden, wissen wir noch gar nicht", sagt Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner (47). Fix ist nur: "Wir wünschen uns zehn Paare zur Zucht." Vorab haben Experten vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) die Bedingungen und das Projekt in Salzburg auf Herz und Nieren geprüft - und haben grünes Licht erteilt.

Die Brillenpinguine sind vom Aussterben bedroht

Die Brillenpinguine sind die einzigen noch in freier Wildbahn lebenden Pinguine Afrikas. Sie leben unter anderem rund um Kapstadt. Die Brillenpinguine sind - ebenso wie ihre Artgenossen - vom Aussterben bedroht. Seit 1956 ist der Bestand um 90 Prozent zurückgegangen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Das reicht von der Überfischung und der Erwärmung der Meere bis generell zur Umweltverschmutzung.

Das Schwimmbecken mit Glaswänden misst 70 Quadratmeter

Die Bauarbeiten für das Pinguingehege im Afrika-Bereich des Zoos liegen im Zeit- und Kostenplan: Die Mitarbeiter haben das Schwimmbecken mit den Glaswänden bereits eingeweiht - Probeschwimmen inklusive. Die Anlage ist 300 Quadratmeter groß. Das Schwimmbecken misst 70 Quadratmeter und ist bis zu zwei Meter tief.

Für Sabine Grebner geht mit der Eröffnung des Pinguinbereichs im Frühsommer ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Bei der Gestaltung wurde nicht gekleckert: Neben dem Wasserbecken mit Glasscheiben gibt es ein Pinguinhaus, wo die Tiere sich bei extremer Kälte auch aufwärmen können. Zudem sind Räume für die Tierpfleger und die Technik vorgesehen sowie zusätzliche Toiletten.

Der Vertrag mit Sabine Grebner wurde um fünf Jahre verlängert

Sabine Grebner - seit 16 Jahren Geschäftsführerin im Zoo Salzburg - wird noch lang Freude an den Pinguinen haben: Ihr Vertrag wurde eben erst um fünf weitere Jahre verlängert - bis Ende 2024. Grebner setzte sich beim Hearing gegen acht andere Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schöchl streut Grebner Rosen: "Sie hat sich sehr bewährt und den Zoo Salzburg auf einen sehr guten Weg gebracht."

"Da werden die Pinguine aber Augen machen"

Die Kosten für das Pinguingehege liegen bei 1,3 Millionen Euro. Der Großteil ist ausfinanziert - durch Investitionen der Eigentümer (Stadt und Land), Eigenmittel des Zoos sowie Spenden. Die Spendenaktion läuft weiter. Das Motto der Aktion: "Da werden unsere Pinguine aber Augen machen." Grebner: "Bei so großen Projekten tauchen bei der Umsetzung immer wieder kurzfristig Verbesserungswünsche auf, die wir dann auch sofort umsetzen können."

Quelle: SN

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