Wirtschaft

Digitale Staatspreise für zwei Salzburger Unternehmen

Die Firmen sind top in künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation.

Am Dienstagabend vergab Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck zum ersten Mal einen Staatspreis für Digitalisierung. Zwei Salzburger sind unter den Preisträgern: In der Kategorie "Künstliche Intelligenz" setzte sich die SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG) durch, in der Kategorie "Digitale Transformation" die Cubes GmbH aus Salzburg. Insgesamt gab es drei Kategorien, bei digitalen Produkten und Lösungen hat die Jury Hydrogrid aus Wien ausgewählt.

Die SLTG wurde für ihr Projekt des Touristischen Knowledge Graph ausgezeichnet. Dieser unterstützt digitale Assistenten mit künstlicher Intelligenz - wie etwa Google, Siri oder Alexa. Das SalzburgerLand sei die erste Destination in Europa, die so etwas entwickle, heißt es in einer Aussendung. Gäste können dabei während ihres Urlaubs, aber auch schon im Vorfeld, nach Informationen zur Region suchen. Die künstliche Intelligenz hilft dabei, die Inhalte schneller und genauer zu finden. Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass die Lösung besonders anwenderfreundlich sei.

SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger verspricht sich durch die digitale Lösung einen Vorsprung für die Salzburger Tourismuswirtschaft. Aufsichtsratsvorsitzender Hans Scharfetter: "Die Digitalisierung und insbesondere die künstliche Intelligenz sind im Begriff, den Tourismus tief greifend zu verändern."

Karl Wagner, Geschäftsführer von Cubes, hat nicht mit der Auszeichnung gerechnet. Er sei mit Jubelschreien zur Bühne gestürmt, als klar wurde, dass er nun Staatsmeister sei. Seine Firma formt Polyurethan-Blöcke so, wie es sich die Kunden wünschen. "Bisher war es sehr langwierig, Dinge zu konstruieren, Angebote einzuholen und Lieferanten zu bestimmen", sagt Wagner. Seine Kunden in der Automobil- und Flugzeugzulieferindustrie müssten nur noch die Daten hochladen - das System konstruiere automatisch die Form und "spucke" den Preis aus. In der Produktion entstehen dann die Teile. Die Automatisierung senke die Kosten um 40 Prozent.

Die Jury hob zudem hervor, dass diese Technologie auch Material spare. Der Preis sei eine tolle Auszeichnung für ihn und seine zwölf Mitarbeiter, sagt Wagner. "Es zeigt, dass wir das richtige Thema angegangen sind."

Quelle: SN

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 23.10.2020 um 05:10 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/digitale-staatspreise-fuer-zwei-salzburger-unternehmen-68592922

Kommentare

Schlagzeilen