Wirtschaft

Friseurweltmeister Mario Krankl: "Wir wollen nicht zusperren"

Der Salzburger Friseursalon Mario Krankl will sich gegen die Abwärtsspirale stemmen, die durch Corona die ganze Gesellschaft mitzureißen drohe.

Mario Krankl und seine Frau Barbara Krankl.  SN/privat
Mario Krankl und seine Frau Barbara Krankl.

"Wir wollen nicht zusperren", betonen Mario und Barbara Krankl in einer Aussendung. Im ORF und in sozialen Medien war davon die Rede gewesen, dass die Friseure wie die Hotels und die Gastronomie in den Genuss der Umsatzentschädigung von 80 Prozent kommen wollten - und ihre Betriebe schließen wollten. Die Krankls rufen die Branche zu Einigkeit auf. "Wir erachten diese Missgunst und den Neid, der derzeit vorherrscht, als traurig und befremdlich. Wir werden wieder lernen müssen, unser Glas doch als halb voll zu sehen." Die Friseurbetriebe hätten trotz Corona nach wie vor Möglichkeiten, betonen sie. Das Sicherheitskonzept könne der aktuellen Situation angepasst werden, Leerzeiten etwa für Weiterbildung genutzt werden und vor allem könne den Kunden Qualität geboten werden. Es gehe ihnen auch um eine innere Haltung: "Der Mensch braucht einen Job und eine Vision, und das nicht nur für den Lebensunterhalt, glauben wir halt."

Bundesinnungsmeister Wolfgang Eder vom Friseur Eder aus Salzburg versucht zu beruhigen, es gebe halt auch bei den Friseuren unterschiedliche Standpunkte. "Die Diskussion ist in den letzten Tagen aufgepoppt, es gibt Sparten oder Gruppen, die sehr viel Geld bekommen, die Friseure werden leicht übersehen", sagt er. Deswegen hätte die Innung die Forderungen lauter hinausposaunt als bisher, dabei sei es zu Missverständnissen gekommen. "Ich habe nie gesagt, wir sollen schließen. Aber wenn wer weniger als 80 Prozent des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresmonat macht, dann hätten wir gern eine Förderung. Und wenn sie uns zusperren, dann erwarten wir die gleiche Unterstützung wie das Hotel- und Gastgewerbe."

Quelle: SN-Pab

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