Wirtschaft

Hotel Schloss Mönchstein: Mehr Luxus geht nicht

Nach zehn Jahren ist der Umbau des Schlosshotels auf dem Mönchsberg abgeschlossen. Neuer Anziehungspunkt ist das Haubenrestaurant unter der Glaskuppel.

Der Schweizer Unternehmer und Milliardär Hans-Peter Wild ist ein viel beschäftigter Mann. Am Montag hatte der Herr über das Orangengetränk-Imperium Capri- Sonne und Capri-Sun in Istanbul zu tun. Heute, Mittwoch, reist der gebürtige Deutsche zu einer Feier mit 4000 Gästen nach Paris, wo er vor einem Jahr den Rugby-Club Stade Francais Paris gekauft hat.

Den Dienstag widmete Wild Salzburg und seinem Luxushotel Schloss Mönchstein über den Dächern der Altstadt. Anlass war der Abschluss der dritten und letzten Umbauetappe. Das Hotel war sieben Monate geschlossen.

Auszeichnung als weltbestes Schlosshotel

"Jetzt ist Schluss", verkündete der 76-Jährige, der erneut zehn Millionen Euro investiert hat. Nun gebe es kein bebaubares Gelände mehr, zudem sei das Schloss bereits ein Luxushotel der höchsten Kategorie Fünf-Sterne-Superior. "Mehr geht nicht mehr." Ende 2017 sei das Hotel mit dem "Worl Luxury Award" als das weltweit beste Schlosshotel der Welt ausgezeichnet worden.

Krönender Abschluss der Umbauarbeiten ist die Glaskuppelkonstruktion, mit der Architekt Volkmar Burgstaller die einstige Terrasse überdacht hat. Nun überspannt die Hülle aus 54 Tonnen Stahl und Glas die Apollobar und das neu errichtete Hauben-Restaurant "The Glass Garden". Seinen Namen verdankt es der mundgeblasenen Glasskulptur des US-Künstlers Dale Chihuly. Die Möbel wurden eigens in Portugal angefertigt. Durch ein Panoramafenster, das sich auch öffnen lässt, genießen die Gäste eine prächtige Aussicht. Küchenchef ist wie bisher Zwei-Haubenkoch Markus Mayr. "Wir freuen uns auch auf viele A-la-carte-Gäste aus Salzburg", betont Hoteldirektorin Samantha Teufel.

Innendesign stammt von zwei Briten

Zugleich wurden die 24 Zimmer (ab 360 Euro für ein Doppelzimmer) und Suiten (bis zu 2900 Euro) renoviert und zum Teil neu ausgestattet. Das Interieur sowie die Bar und das Restaurant tragen die Handschrift von zwei Innenarchitekten des Designspezialisten "H2" aus London. Die Firma stattet vor allem Luxusyachten aus. Für die Bar und das Restaurant haben die Briten ein ausgeklügeltes Lichtkonzept ersonnen, um die Räume am Abend in Szene zu setzen.

Nach zehn Jahren sei nun die letzte Bauetappe abgeschlossen, betonte Architekt Volkmar Burgstaller. Es sei eine große statische Herausforderung gewesen, die Glaskonstruktion auf den Bestandsbau aufzusetzen. Dazu kämen die strengen Vorgaben. "Alles was es an Kommissionen und Verboten gibt, haben wir hier." Mit der Glaskuppel habe er ein modernes, zeitgemäßes Statement als Gegensatz zum historischen Schloss schaffen wollen.

"Luxus ist eine Nacht im eigenen Bett"

Er liebe den Charme Salzburgs und die Herzlichkeit der Bewohner, schwärmt Wild. "Meine Eltern waren immer bei den Festspielen hier." Er selbst habe bei seinen Besuchen in Salzburg oft im Mönchstein gewohnt. "Als es nach dem Konkurs 2005 zum Kauf stand, habe ich sofort zugegriffen."

2016 hat Wild auch das Traditionshotel Goldener Hirsch in der Altstadt gekauft. Der Umbau sollte im Jänner beginnen, wurde jedoch auf den Herbst verschoben. "Wir werden eine Softrenovierung machen, der Landhausstil bleibt erhalten", sagt Wild. Investiert werde vor allem in Heizung, Lüftung und Technik.

Und was bedeutet für einen Milliardär Luxus? Wild: "Eine Nacht im eigenen Bett."

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