Wirtschaft

Ihre App liegt voll im Trend

Stefan Pinggera und Georg Reich verpacken die Angebote von über 350 Skigebieten in eine Online-Plattform. Sie rechnen mit über einer Million Nutzer in dieser Saison.

Zwei junge Unternehmer heben ab: Stefan Pinggera und Georg Reich sind die Masterminds hinter CheckYeti.   SN/sw/checkyeti
Zwei junge Unternehmer heben ab: Stefan Pinggera und Georg Reich sind die Masterminds hinter CheckYeti.  

Der Winterurlaub ist gebucht, doch der passende Skikurs fehlt noch? Da hilft CheckYeti weiter. Die Online-Buchungsplattform gibt Überblick über mehr als 2500 Wintersportaktivitäten von Skischulen und Privatlehrern im gesamten Alpenraum. Das reicht von Ski- und Snowboardkursen verschiedenster Levels (einzeln oder in Gruppen) bis zum Alpinsport abseits der Piste.

Gegründet wurde CheckYeti von dem gebürtigen Bischofshofener Stefan Pinggera und Georg Reich aus St. Johann. Wie es zu der Idee kam? "Wir hatten Freunde aus England zu Besuch, die Ski-Anfänger waren. Bei der Suche nach einem geeigneten Skilehrer stellten wir fest, dass es keine Möglichkeit gibt, einen Überblick über das Angebot zu bekommen und den Skikurs einfach online zu buchen. Wir sahen Potenzial, hier einen Mehrwert zu schaffen", so Stefan Pinggera.

Im Februar überzeugten die beiden die Jury in der Puls-4-Start-up-Show "2 Minuten, 2 Millionen", sie erhielten eine Investitionsspritze von 700.000 Euro.

CheckYeti gibt es seit diesem Saisonstart auch als App. Mit dieser können zum Beispiel Nachrichten direkt mit der Skischule oder dem Skilehrer ausgetauscht werden. Die beiden Pongauer rechnen mit über einer Million CheckYeti-Usern in dieser Saison. Ähnlich wie bei anderen digitalen Tourismusplattformen helfen Kundenbewertungen bei der Orientierung. Fragen können auch telefonisch gestellt werden.

CheckYeti ist für die

Nutzer kostenlos

Es sei auch möglich, sehr kurzfristig zu buchen, sogar noch auf dem Weg ins Skigebiet, sagt Pinggera. Gerade in der Hochsaison sollte man aber mindestens zwei bis drei Monate im Voraus buchen, um sich seinen Wunschskikurs oder Privatlehrer zu sichern.

CheckYeti funktioniert mit einem Provisionsmodell, das heißt, Kunden nutzen den Service kostenlos, die Anbieter zahlen für erfolgreiche Buchungen eine Provision. Als Unternehmensziel nennt Pinggera, die Marktführerschaft am internationalen Wintersportaktivitäten-Markt weiter auszubauen. 80 Prozent der großen Skigebiete in Österreich und der Schweiz deckt CheckYeti bereits ab, erstmals auch einen Großteil der Gebiete in Frankreich und Deutschland. Auch Italien ist im Programm - insgesamt sind mehr als 2500 Aktivitäten in über 350 Skigebieten aufgelistet.

Wer jetzt denkt, er brauche keinen Skikurs, der kann trotzdem einen Blick in die App oder ins Internet werfen. Er könnte etwas entdecken, von dem er gar nicht wusste, dass es das gibt: "Schigong" in Lech am Arlberg zum Beispiel.

Skifahren anders: Schigong und Heliskiing

Skilehrer Thomas Vau vereint dort Skikurse mit asiatischer Körper- und Geistesarbeit und versucht so, das Skifahrgefühl so harmonisch wie möglich zu gestalten. Auch andere Nischenprogramme wie Renntraining mit Videoanalyse oder Heliskiing-Touren gibt es.


Aufgerufen am 22.01.2018 um 07:50 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/ihre-app-liegt-voll-im-trend-21448600

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