Wirtschaft

Nach dem Trubel kehrt Ruhe ein: Gastein-Gäste "baden" im Wald

Der Gasteinertal-Tourismus jubelt über eine hervorragende Wintersaison. Im Sommer geht's ein bisschen ruhiger zu.

Übungen im Wald SN/tvb bad hofgastein/marktl
Übungen im Wald

Die großen Events, wie Sound & Snow, das Festival zur Eröffnung der Schlossalmbahn, die Freeski-Party und der Snowboard Weltcup, lockten Zehntausende Fans an und erzielten Werbewerte in Millionenhöhe. Allein zum dreitägigen Eröffnungsfestival in Hofgastein kamen fast 20.000 Besucher und zu den Red-Bull-Playstreets in Bad Gastein rund 14.000.

Im Sommer geht es die Gesundheitsregion Gasteinertal traditionell etwas ruhiger an. "Waldbaden" heißt das neueste Angebot, in dem Urlauber die Natur bewusster erleben können. In Bad Hofgastein soll der Wald zum Therapiezentrum werden. Dieses Ziel haben der Kur- und Tourismusverband Bad Hofgastein und die "Naturdenkerin" Sabine Schulz. Eine Broschüre führt Gäste zu ausgewählten Kraftplätzen. Das Angebot könne sowohl im Waldareal am Wasserfallweg als auch im Angertal genutzt werden, betonen die Touristiker. Im Sommer 2019 werden außerdem vier kostenlose Führungen mit der Expertin angeboten, zwei im Juni, zwei im August. Die Praxis sei im Alpenraum noch relativ neu, liege aber voll im Trend. Die Idee dahinter stamme ursprünglich aus Japan und nenne sich dort "Shinrinyoku". Japanische Forscher hätten bereits in den 1980er Jahren festgestellt, dass die ätherischen Öle, welche die Pflanzen in die Luft abgeben, beim Einatmen stress-abbauend wirken. Angstzustände und Depressionen könnten dadurch verringert sowie das Immunsystem gestärkt werden.

Eine Serie von speziell entwickelten Übungen leitet die Waldbesucher an. So sollen Alltagsprobleme in den Hintergrund rücken und die Sinne für das Hier und Jetzt gestärkt werden. Sabine Schulz will einprägsam und alltagstauglich vermitteln, wie man durch Bewegung, Wahrnehmung und Atmung an der frischen Luft wieder mehr Körperbewusstsein erlangt.

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