Wirtschaft

Salzburg AG: Öffis bringen 84 Millionen Euro Wertschöpfung

Die Salzburg AG ließ den "ökonomischen Fußabdruck" ihres Verkehrsbereichs berechnen. Ergebnis: Bus und Bahn bringen 84 Millionen Euro Bruttowertschöpfung pro Jahr und sichern 1.355 Arbeitsplätze im Bundesland.

Salzburg AG: Öffis bringen 84 Millionen Euro Wertschöpfung SN/robert ratzer
Öffentlicher Nahverkehr in Salzburg: Hohe Wertschöpfung, viele Arbeitsplätze.Öffentlicher Nahverkehr in Salzburg: Hohe Wertschöpfung, viele Arbeitsplätze.

Diese Zahlen nannte Salzburg-AG-Vorstand Leonhard Schitter am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz. "Jeder von uns ausgegebene Euro bringt einen zusätzlichen Euro an Wertschöpfung", sagte Schitter. Die Salzburg AG betreibt neben dem Obus in der Stadt Salzburg auch die Salzburger Lokalbahn, die Pinzgauer Lokalbahn und touristische Angebote wie die Festungsbahn. Das Unternehmen befördert über 50 Millionen Fahrgäste pro Jahr.

Rund 95 Prozent der generierten Wertschöpfung kämen Salzburg zugute, unterstrich Studienautor Christian Helmenstein, Leiter des Economica Instituts und Chefökonom der Industriellenvereinigung: "Ohne Leitbetriebe wie der Salzburg AG würden sich die Klein- und Mittelbetriebe in Salzburg wesentlich schwerer tun, erfolgreich zu sein."

Auch die Beschäftigungseffekte seien beachtlich, meinte Helmenstein. Der Verkehrsbereich sichere bei Lieferanten und durch Konsumeffekte 1.355 Arbeitsplätze. Von den 700 direkten Mitarbeitern seien 94 Prozent Vollzeitarbeitsplätze.

In den Jahren 2004 bis 2013 hat das Unternehmen 172 Millionen Euro in Busse, Bahnen und Streckenmodernisierung investiert. Die damit verbundenen Steuereinnahmen betrugen in den vergangenen zehn Jahren 28 Millionen Euro, berichtete Helmenstein. Davon seien 85 Prozent an den Bund und die Sozialversicherungen gegangen, nur 15 Prozent an das Land Salzburg und die Gemeinden zurückgeflossen.

Die Pläne für eine Stadtregionalbahn sieht Helmenstein sehr positiv. Durch den Bau dieser Bahn seien zumindest ähnlich hohe Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte zu erwarten, meinte der Ökonom. Es brauche vor allem den Willen zur Realisierung dieses Projekts, erklärte auch Landesrat Hans Mayr (Team Stronach). Die Finanzierung sei machbar, wenn man nur wolle.

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