Wirtschaft

Skigebiet Gaißau-Hintersee: Liftbetrieb startet am Samstag

Aufatmen in der Salzburger Skiregion Gaißau-Hintersee: Nach wochenlangen Verhandlungen - und wohl auch öffentlichem Druck - starten die Bergbahnen verspätet in den Winter.

Bis jetzt waren nur die Tourengeher in Gaißau unterwegs.  SN/robert ratzer
Bis jetzt waren nur die Tourengeher in Gaißau unterwegs.

Minderheitseigentümer Albert Ebner ist die Erleichterung in seiner Stimme anzuhören. Soeben hat er die Zusage vom chinesischen Haupteigentümer der Gaißauer Bergbahnen GmbH, Zhonghui Wang, erhalten, dass die Lifte in Gaißau am Samstag endlich ihren Betrieb aufnehmen. Zumindest vier von insgesamt neun Anlagen. Ab Samstag sollen also der 3er-Sessellift auf der Hinterseer Seite, der Schlepplift Anzenbergalm, der Kurvenlift sowie der 4er-Sessellift endlich die Skifahrer wieder auf den Berg bringen.

Ebner, der Hinterseer Hotelier hält 10 Prozent an den Bergbahnen, sagte Donnerstagabend zu den SN: "Ich bin wirklich sehr erleichtert, vermelden zu können, dass der Betrieb endlich losgeht." Die Verhandlungen seien langwierig und schwierig gewesen. Man habe den Start nun schriftlich mit dem Haupteigentümer vereinbart. "So es die Schneelage zulässt, werden die Lifte die restliche Saison in Betrieb sein."

Wang hatte die Zahlungen eingestellt

Die Minderheitseigentümer, dazu zählen Ebner mit zehn Prozent, Gernot Leitners Masterconcept GmbH mit acht Prozent und die SPDM GmbH von Wolfgang Mayerhofer mit sieben Prozent, hingen davor tagelang in der Luft. Sie hatten auf eine Reaktion von Zhonghui Wang, dem chinesischen Haupteigentümer der Gaißauer Bergbahn GmbH, gewartet. Das erhoffte E-Mail, das den unterschriebenen Vertrag für die aktuelle Saison enthalten sollte, kam nicht - obwohl es Ende November geheißen hatte, dass alles klar sei. Schon vor Wochen hatte der Investor aus Peking alle Zahlungen eingestellt. Die Mitarbeiter wussten nicht, wie es weitergehe. Und das, obwohl Gaißau ein richtiges Schneeloch sei. Aus den Kreisen der Minderheitseigentümer war zu hören, dass es sich bei den Verhandlungen um Altlasten sowie um Investitionen für einen Neustart gehandelt hatte.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer hatte Wang die Unterstützung der öffentlichen Hand angeboten. Er könne sich eine Förderung vorstellen. Die gebe es für kleine Skigebiete ohnehin. Im Regierungsprogramm heißt es dazu: "Die Existenz von Kleinstskigebieten muss im Sinne der Regionalität, der Nachwuchs- bzw. Breitensportförderung und auch unter nachhaltigen Gesichtspunkten gesichert und dazu das Investitions- und Förderprogramm (Schleppliftfonds) unter Mitwirkung der Salzburger Seilbahnwirtschaft weitergeführt werden."

Quelle: SN

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