Salzburger Festspiele

Der Tod umgarnt seine Opfer und lädt lächelnd zum Tanz

Christian Gerhaher eröffnete die Reihe der Liederabende bei den Salzburger Festspielen mit dunklen Liedern.

Christian Gerhaher (rechts) und Pianist Gerold Huber. SN/sf/marco borelli
Christian Gerhaher (rechts) und Pianist Gerold Huber.

"Ty moja!", tönt es markerschütternd durch das Haus für Mozart, was nichts anderes bedeutet als: "Du bist mein!" Der Tod hat sich soeben sein nächstes Opfer gekrallt, es flüsternd umgarnt - und dann sein Urteil gesprochen. Wie Christian Gerhaher diese "Serenade" des Sensenmanns singt, in einenjovialen Ton, zuletzt ins leiseste Säuseln verfällt, bis schließlich "Ty moja!" aus ihm herausbricht: Das lässt selbst in einem mörderisch-mythischen Salzburger Opernsommer zwischen Medea und Ödipus erschaudern.

Modest Mussorgski wählte für seine vier ...

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Aufgerufen am 28.10.2020 um 06:28 auf https://www.sn.at/salzburger-festspiele/der-tod-umgarnt-seine-opfer-und-laedt-laechelnd-zum-tanz-74234833