Kritik

"Sommergäste" bei den Salzburger Festspielen: Im Wartezimmer des Aufbruchs

Hinter den lamellenartigen Holzwänden betrügen gelangweilte Frauen ihre Ehemänner, über die Treppen rennen junge, hoffnungsfrohe Männer um ihr Leben oder erstarren in der Hoffnung, eine Antwort für ihr tristes Leben zu finden. Eine Diagnose gesellschaftlicher Deformation, die Applaus fand.

Knirschend bewegt sich die Bühne in Evgeny Titovs Inszenierung der "Sommergäste", die am Mittwoch Premiere auf der Pernerinsel feierte. Während Maxim Gorkis Figuren über das Leben jammern, zieht die Zeit vorüber und mit ihr die Räume in Raimund Orfeo Voigts sommerlicher Datscha, die sich vielmehr als noble Villa der Gegenwart präsentiert. Hinter den lamellenartigen Holzwänden betrügen gelangweilte Frauen ihre Ehegatten, über die Treppen rennen junge, hoffnungsfrohe Männer gleichsam um ihr Leben oder erstarren, weil sie keine Antwort auf ihr tristes ...

Angebot auswählen und weiterlesen

Alle Artikel lesen.

  • Exklusive SN-Plus Inhalte von renommierten SN-RedakteurInnen
  • Täglich die digitale Zeitung als E-Paper in der SN-App
  • Endet automatisch

Die ersten 3 Monate um nur 0,99 Euro pro Monat.

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Ihr 30-Tage-Test ist bereits abgelaufen

Die ersten 3 Monate um nur 0,99 Euro pro Monat.

  • Exklusive SN-Plus Inhalte von renommierten SN-RedakteurInnen
  • Täglich die digitale Zeitung als E-Paper in der SN-App
  • Nach 3 Monaten jederzeit kündbar

* Monatspreis nach 3 Monaten: ab 4,50 €

Sie wollen ein anderes Angebot?
Zur Abo-Übersicht

Aufgerufen am 30.10.2020 um 12:04 auf https://www.sn.at/salzburger-festspiele/kritik-sommergaeste-bei-den-salzburger-festspielen-im-wartezimmer-des-aufbruchs-74213821