2. Liga

Diana Langes-Swarovski drehte die Tiroler Fußballwelt um

Unter Präsidentin Diana Langes-Swarovski marschierte die WSG Wattens von der Regionalliga bis in die Bundesliga durch.

Verkehrte Fußballwelt in Tirol: Der stolze FC Wacker Innsbruck blickt nach dem Abstieg in die 2. Liga schweren Zeiten entgegen. Die WSG Wattens hingegen stürmt in die Bundesliga, ein 3:1-Sieg beim SV Horn am Samstag machte den Coup der Kristallstädter perfekt.

Mittendrin im ausgelassenen Jubel feierte Präsidentin Diana Langes-Swarovski mit. "Es ist ein Traum wahr geworden, den wir uns niemals so schnell hätten vorstellen können", sagte die 47-Jährige. Die auch im Bundesliga-Aufsichtsrat vertretene Unternehmerin ist nach Brigitte Annerl (TSV Hartberg) die zweite Frau Präsident in der höchsten Spielklasse. Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits übergab den Meisterteller nach formvollendetem Handkuss an die Macherin.

Erst vor drei Jahren ist Wattens aus der Regionalliga aufgestiegen. Mit einer guten Mischung aus Routiniers und anderswo schon abgeschriebenen Youngsters spielten sich die Tiroler nach vorn. Das so wichtige 3:1 in Horn erzielte Kelvin Yeboah, der 19-jährige Sohn des einstigen Eintracht-Frankfurt-Stürmers Anthony Yeboah. Auch dem einstigen DFB-Toptalent Sinan Kurt oder den früheren Red-Bull-Salzburg-Zöglingen David Gugganig und Oliver Filip schenkte Trainer Thomas Silberberger sein Vertrauen. Ione Cabrera (33), einst schon mit Grödig in die Bundesliga aufgestiegen, organisierte die Abwehr, der gleichaltrige Ex-Teamspieler Andreas Dober beendet mit dem Zweitligatitel seine Karriere.

Die Wachablöse im Land Tirol spiegelt sich nicht nur in der Umbenennung zu "WSG Swarovski Tirol" wider, sondern auch im Wechsel einiger Spieler von Wacker zu Wattens. "Ich kenne die Vertragssituation der Spieler nicht", weist Wattens-Manager Stefan Köck aber Gerüchte von sich, dass etwa mit Torjäger Zlatko Dedic schon alles klar sei. Auch die Heimstätte der Innsbrucker, das Tivoli, werden die Wattener vorerst okkupieren. Für den Umbau des eigenen Gernot-Langes-Stadions kam der sportliche Aufstieg einfach zu schnell, es wird erst in der kommenden Saison bundesligatauglich.

Tränen flossen in Ried nach dem zweiten verpassten Aufstieg in Folge. Trainer Gerald Baumgartner sagte: "Die Mannschaft hat sich im Frühjahr enorm gesteigert. In der kommenden Saison greifen wir wieder an."

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