Bundesliga

Austria will gegen Tirol "anderes Gesicht zeigen"

Die Austria will am Samstag mit einem Erfolgserlebnis gegen einen Angstgegner in die zweite Hälfte des Bundesliga-Herbstdurchgangs starten. "Es hat keiner von uns diese zwei Niederlagen vergessen", erinnerte Trainer Christian Ilzer am Donnerstag an die Erfolge der WSG Tirol in den bisherigen Duellen in der Saison. "Jetzt haben wir zu Hause die Möglichkeit, ein anderes Gesicht zu zeigen."

Austria-Coach Ilzer will aus Niederlagen lernen SN/APA/EXPA/THOMAS HAUMER
Austria-Coach Ilzer will aus Niederlagen lernen

Nach Siegen gegen Altach (2:0) und Sturm Graz (1:0) in der Generali Arena soll auch das dritte Heimmatch in Serie ein voller Erfolg werden. Zuletzt hatte es von Dezember 2018 über die Winterpause bis Anfang März 2019 drei Bundesliga-Siege vor eigenem Publikum gegeben. Mit einem neuerlichen Heim-Hattrick bliebe die Tuchfühlung zur oberen Tabellenhälfte gewahrt.

"Wir haben schon eine Rechnung offen. Wir haben zwei sehr, sehr schlechte Spiele gegen die Tiroler abgeliefert", sagte Michael Madl, der in der Vorwoche beim 2:2 gegen St. Pölten sein Comeback im Viola-Dress gab. Nach einem Innenbandriss war der Verteidiger davor einige Wochen nicht zur Verfügung gestanden.

Vor allem das Auswärts-2:5 gegen die WSG im ÖFB-Cup Ende September sei ein "extremer Schlag ins Gesicht" gewesen, verriet Ilzer. Man wisse jetzt definitiv, worauf es gegen den Aufsteiger ankommen werde. "Wir müssen das kampfbetonte Spiel annehmen", sagte der Steirer. Unabdingbar sei, "dass wir eine viel, viel aggressivere Grundhaltung an den Tag legen, kompakter auftreten und auch im Spiel mit dem Ball viel geradliniger nach vorne spielen".

Ein Sieg gegen die Wattener wäre auch ein positives Signal angesichts der Negativberichterstattung über die prekäre finanzielle Lage unter der Woche. Am Freitag wurde diese Frage bei der Pressekonferenz in Wien-Favoriten nicht thematisiert. Mit dem Statement der Bundesliga, dass kein Punkteabzug drohe, sei alles gesagt. Dass sich die Violetten nach dem kostspieligen Umbau nach der Decke strecken müssen, ist nicht neu.

Vielmehr wurde auf die für die Austria hoffentlich rosigere Zukunft verwiesen. Die Rückkehr von Madl soll das Abwehrzentrum, wo sich zuletzt auch wieder Alexander Grünwald versuchen durfte, weiter stabilisieren. Mit dem wieder fitten US-Amerikaner Erik Palmer-Brown hat Ilzer in der Innenverteidigung eine weitere Alternative. Stephan Zwierschitz soll bald wieder so weit sein. Im offensiven Mittelfeld ist Maximilian Sax nach Absitzen seiner Gelb-Sperre wieder eine Möglichkeit.

Das Heimmatch am Nationalfeiertag hat die Austria übrigens unter das Motto "Starke Muskeln für schwache" gestellt. Verschiedene Aktivitäten sollen die Aufmerksamkeit für die rund 20.000 Menschen in Österreich mit Muskelerkrankungen erhöhen, von denen mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. Als Einlaufkinder kommen vor allem Geschwister von muskelkranken Kindern zum Einsatz.

Quelle: APA

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