Bundesliga

Bundesliga: Red Bull Salzburg besiegt Rapid mit 2:0 und setzt einen Meilenstein zum Meistertitel

Mit einem 2:0-Heimsieg beim Neustart der Fußball-Bundesliga gegen Rapid machten die Bullen einen Riesenschritt zum siebten Titelgewinn in Serie. Auch, weil der LASK strauchelte.

Gesamt 200 Menschen tummelten sich am Mittwochabend in der Red-Bull-Arena, die an normalen Spieltagen bis zu 30.000 Zuschauer beherbergt. Die neue Normalität in der Fußball-Bundesliga sieht nun einmal Geisterspiele und eine strikte Trennung der Bereiche in rot (Spieler und Betreuer), orange (Stadionmitarbeiter und TV-Produktion) und gelb (Medien und Organisation) vor. Aber Red Bull Salzburg scheint sich von den Konsequenzen der Coronakrise unbeeindruckt zu zeigen.

Fünf Tage nach dem ÖFB-Cupsieg gegen Austria Lustenau (5:0) feierten die Bullen beim Neustart der Bundesliga dank einer mannschaftlich geschlossen starken Leistung einen 2:0-Heimerfolg gegen Rapid. Ein verdienter Sieg - und ein echter Meilenstein zum siebenten Meistertitel in Serie.

Salzburg-Trainer Jesse Marsch vertraute nahezu derselben Elf wie im Cupfinale, nur anstelle von Noah Okafor rückte der zuletzt gesperrte Enock Mwepu in die Startformation. Und die Bullen begannen engagiert. Bereits in der neunten Minute fiel der Führungstreffer. Patson Daka köpfelte nach einem zentimetergenauen Zuspiel von Kapitän Andreas Ulmer zum 1:0 ein. Dies unter kräftiger Mithilfe von Rapid-Torhüter Richard Strebinger, der sich einen kapitalen Fehler leistete. Beim Torjubel kniete Daka nieder und streckte in Black-Power-Manier die Faust in die Höhe - ein Symbol, das an den von einem US-Polizisten ermordeten Afro-Amerikaner George Floyd erinnern soll und zuletzt zahlreiche Sportler rund um den Globus gezeigt haben. Auf der Gegenseite glänzte Bullen-Torhüter Cican Stankovic mit einer tollen Parade bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Taxi Fountas. Zlatko Junuzovic mit einem akrobatischen Volley (29.) und Dominik Szoboszlai, der einen Freistoß an die Stange zirkelte (57.), hatten das vorentscheidende 2:0 auf dem Fuß. Letztlich traf aber erst Noah Okafor in der Nachspielzeit nach einer Vorlage von Wirbelwind Karim Adeyemi, der eine neuerliche Talentprobe ablieferte. Beide waren erst gegen Spielende eingewechselt worden.

Durch den 2:0-Sieg bauten die Bullen ihre am Grünen Tisch vom LASK geerbte Tabellenführung weiter aus. Die Linzer sind überhaupt nur mehr Dritter, legten sie am Mittwoch doch einen kapitalen Fehlstart hin. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Hartberg wird sich der LASK wohl die eine oder andere Häme gefallen lassen müssen, wurde doch allgemein erwartet, dass sich die Oberösterreicher durch die verbotenen Mannschaftstrainings in der Coronapause einen Wettbewerbsvorteil verschafft haben. Nach dem unglücklichen 1:2 gegen den TSV Hartberg durch ein Gegentor in der 93. Minute hat der Titelkandidat aus Linz nun sechs Punkte Rückstand auf Red Bull Salzburg. So schnell kann es im Fußball gehen: Bis vor kurzem hatte der LASK noch drei Punkte Vorsprung.

Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen:

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