Bundesliga

Christoph Freund sagte Chelsea ab und bleibt Sportdirektor bei Red Bull Salzburg

Christoph Freund hat dem Lockruf des FC Chelsea widerstanden. Der 45-Jährige bestätigte am Dienstag das Interesse an seiner Person, bleibt Red Bull Salzburg aber erhalten. Das gab Freund in einer Presseaussendung des Clubs bekannt. Damit bleibt einer der wichtigsten Baumeister der Salzburger Erfolgsgeschichte an Bord.

Christoph Freund bleibt in Salzburg SN/APA/EXPA/JFK/EXPA/JFK
Christoph Freund bleibt in Salzburg

Nach Tagen wilder Spekulationen um Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund ist (endlich) die Katze aus dem Sack: Der 45-Jährige bleibt dem österreichischen Fußballmeister erhalten. "Einen Wechsel zum FC Chelsea gibt es nicht!", schrieb Red Bull Salzburg am Dienstag in einer Stellungnahme. Mit Ausrufezeichen. Normalerweise äußern sich die Bullen ja niemals zu Gerüchten, doch diesmal wurde es dem Verein offenbar zu bunt. "Christoph Freund ist und bleibt Sportdirektor der Roten Bullen", stellten die Salzburger unmissverständlich fest.

Was freilich nicht heißt, dass Chelsea nicht um ihn geworben hätte. Das bestätigte auch Freund selbst: "Wie ich bereits in Interviews bestätigt habe, gab es Interesse des FC Chelsea an meiner Person. Wenn ein derart großer Club anfragt, ehrt das nicht nur mich und die Arbeit des FC Red Bull Salzburg, es ist auch ein Umstand, der persönliche Überlegungen nach sich zieht. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich in Salzburg am besten aufgehoben bin und ein Wechsel für mich nicht infrage kommt. Wir stecken mitten in einer höchst intensiven Phase und haben wichtige Aufgaben in der Bundesliga, im Cup und in der Champions League zu erledigen - darauf richten sich mein ganzer Fokus und meine ganze Konzentration."

In den Gesprächen mit Freund hat sich Chelsea SN-Informationen zufolge vor allem für die Nachwuchsakademie in Liefering interessiert. Und über welches Netzwerk er Talente aus aller Welt nach Salzburg lotst. Chelsea will unter dem neuen Clubbesitzer, dem US-Milliardär Todd Boehly, ein Multiclub-Modell wie Red Bull (mit Standorten in Salzburg, Leipzig, New York und Bragantino in São Paulo) etablieren. Außerdem hat Boehly Interesse an dem lukrativen Geschäftsmodell von Red Bull Salzburg - sprich hohe Transfererlöse zu erzielen. Freund hätte für Chelsea der Schlüssel dazu sein sollen, englischen Medienberichten zufolge wurde er zuletzt auch in der Akademie der "Blues" gesichtet. Doch aus dem sich anbahnenden Sensationstransfer wird nichts.

Auch sehr zur Freude von Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter, der erst vor wenigen Tagen im Sky-Interview betont hatte, dass es bisher kein offizielles Angebot für Freund gegeben habe. Das bestätigte er in der Club-Aussendung von Dienstag: "Bei uns hat es keine Anfrage über einen möglichen Wechsel gegeben." Freilich war Chelsea dennoch auch zwischen Freund und Reiter Gesprächsthema Nummer eins. "Christoph leistet schon über viele Jahre hinweg ausgezeichnete Arbeit und hat erst kürzlich seinen Vertrag bis 2026 verlängert. Ich kann hiermit bestätigen, dass er auch weiterhin Sportdirektor des FC Red Bull Salzburg bleiben wird. Natürlich hat er mich über das Interesse des FC Chelsea an seiner Person informiert und wir haben uns dazu auf persönlicher Ebene und in guten Gesprächen ausgetauscht. Fakt ist, dass er weiterhin unser Sportdirektor bleibt."

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