ÖFB-Cup

Red Bull Salzburg nach 6:0-Schützenfest beim GAK im Cupfinale

Eine klare Angelegenheit war das ÖFB-Cup-Halbfinale beim GAK für Red Bull Salzburg. Die Bullen siegten am Mittwoch mit 6:0 (4:0) gegen den Regionalligaclub. Finalgegner ist am 1. Mai Rapid Wien.

Red Bull Salzburg steht zum sechsten Mal in Folge im ÖFB-Cupfinale. Am Mittwoch hatten die Bullen im Halbfinale leichtes Spiel mit dem GAK und besiegten den Regionalligisten auswärts mit 6:0 (4:0). Der erste von zwei wichtigen Schritten zu einem Doublegewinn innerhalb von vier Tagen ist gemacht. Am Sonntag kann das Team von Trainer Marco Rose im direkten Duell mit dem LASK einen Sieben-Punkte-Vorsprung herausholen.

Das Finale steigt am 1. Mai in der Wiener Generali Arena. Der Gegner heißt Rapid Wien, die Hütteldorfer bezwangen den LASK auswärts nach einem 1:1 nach Verlängerung durch ein 4:3 im Elfmeterschießen.

Salzburger feierte in Graz den 34. Sieg in den letzten 35 Cupspielen. Und im Lauf dieser stolzen Serie hat es wahrlich schwierigere Aufgaben gegeben als jene gegen den GAK. Von der ersten Minute an dominierten die Bullen, hielten das Tempo hoch und spielten die Abwehr des Regionalligisten zeitweise schwindlig. Von den 13.300 Zuschauern in der sehr gut gefüllten Merkur Arena ließen sich die Salzburger nicht beeindrucken - sie kannten das Stadion von vielen Partien gegen Sturm Graz besser als die GAK-Spieler.

Exakt fünf Minuten lang konnte der GAK die Null halten, dann begann die Salzburger Torlawine über sie hinwegzurollen. Erst traf Hannes Wolf die Stange, dann zog Zlatko Junuzovic ab. Seinen Schuss fälschte Munas Dabbur noch ab, die beiden anderen Beteiligten waren die Bullen mit GAK-Bezug. Junuzovic ist im Nachwuchs der Grazer Roten groß geworden, Wolf feuerte den Club als Kind an und begrüßte vor dem Match den Bruder seiner Freundin Teresa: Lukas Hösele ist GAK-Ersatztorhüter.

Wolf (13., 66.), erneut Dabbur (26.), Minamino (45.) und Patson Daka (90. +2) untermauerten mit ihren Toren den deutlich sichtbaren Klasseunterschied auch in Zahlen. Die Grazer konnten nie an das Niveau anschließen, das sie beim sensationellen 2:1-Viertelfinalsieg gegen Austria Wien gezeigt hatten. Torhüter Patrick Haider verhinderte mit starken Paraden eine noch höhere Niederlage des Tabellenführers der Regionalliga Mitte.

Marco Rose konnte im Hinblick auf den Hit beim LASK am Sonntag nach Seitenwechsel an einigen Positionen variieren. Insgesamt ließen Präzision und Tempo im Vergleich zur ersten Halbzeit nach. "In der ersten Hälfte waren wir top", befand Trainer Marco Rose und lobte den GAK: "So ein Verein gehört über kurz oder lang in die Bundesliga."

Verschlossener gab sich der Coach zur eigenen Zukunft: "Wir haben noch große Ziele, darauf gilt es, sich zu konzentrieren. Meine Zukunft ist heute nicht wichtig." Rose soll, wie berichtet, bei Borussia Mönchengladbach im Sommer Dieter Hecking nachfolgen und dort elementarer Bestandteil eines radikalen Umbruchs durch Sportdirektor Max Eberl werden. Nach Informationen der "Salzburger Nachrichten" hat sich Eberl bereits mit Rose ausgetauscht.

Die Steirer waren Salzburgs fünfter unterklassiger Gegner im fünften Pokal-Match in dieser Saison. Die Truppe von Marco Rose erreichte mit Siegen gegen Ödt (4. Liga), Schwaz (3. Liga), Austria Lustenau (2. Liga), Wiener Neustadt (2. Liga) und nun eben den GAK (3. Liga) das Finale.

GAK - Red Bull Salzburg 0:6 (0:4)
Tore: 0:1 ( 6.) Dabbur, 0:2 (13.) Wolf, 0:3 (26.) Dabbur, 0:4 (45.) Minamino, 0:5 (66.) Wolf, 0:6 (90.+2) Daka.
RB Salzburg: Walke - Lainer, Ramalho, Vallci, Ulmer - Samassekou (70. Schlager) - Mwepu (64. Daka), Wolf, Junuzovic - Minamino, Dabbur (46. Haaland).

Aufgerufen am 13.12.2019 um 12:27 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/oefb-cup-red-bull-salzburg-nach-60-schuetzenfest-beim-gak-im-cupfinale-68257912

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