Red Bull Salzburg nach 3:1 gegen Sturm Graz auf Titelkurs und der neue Trainer soll bereits feststehen

Ein 0:1-Pausenrückstand brachte den Meister nicht aus dem Konzept. Nach dem 3:1 gegen Sturm Graz führt das Team von Marco Rose bereits mit neun Punkten Vorsprung auf den LASK. Und auch einen Nachfolger für Marco Rose scheinen die Bullen schon gefunden zu haben. Jesse Marsch, aktuell Co-Trainer bei RB Leipzig, soll bald offiziell präsentiert werden.

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Jesse Marsch soll von Leipzig nach Salzburg wechseln.
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Fredrik Gulbrandsen jubelt nach dem 1:0.

Red Bull Salzburg marschiert weiter unbeirrt in Richtung sechsten Meistertitel in Folge. Am Sonntag feierte das Team von Trainer Marco Rose mit dem 3:1 (0:1) gegen Sturm Graz das 61. Heim-Pflichtspiel ohne Niederlage in Folge. Der Vorsprung auf Verfolger LASK ist sieben Runden vor Schluss auf neun Punkte angewachsen.

Wer die Liga so dominiert wie die Salzburger Bullen, dem kann das Geschehen auf den übrigen Plätzen herzlich egal sein. Als Zlatko Junuzovic und Co. aber am Sonntag um 16.25 Uhr zum Aufwärmen vor dem Match gegen Sturm Graz den Platz betraten, registrierten sie zufrieden, dass der erste Verfolger LASK nicht voll punkten hatte können. Die Linzer kamen trotz klarer Überlegenheit daheim in Pasching gegen St. Pölten nicht über ein 0:0 hinaus.

Die Aussicht auf einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung im Fall eines Sieges beflügelte die Salzburger zu Beginn sichtlich. Nach einem klaren Foul von Anastasios Avlonitis an Fredrik Gulbrandsen gab es keinen Elfmeter (10.), Takumi Minamino, von Munas Dabbur in die Gasse geschickt, traf die Stange (11.).

Die deutliche Überlegenheit gegen überfordert wirkende Grazer ließ die Salzburger nachlässig werden. Zugleich unterliefen dem Meister immer öfter unnötige Ballverluste.

Der Fehler, der dann zum 0:1 führte, erinnerte aber schon an eine Schülermannschaft: Andreas Ulmer platzierte einen Einwurf auf Junuzovic auf Höhe des eigenen Strafraums so ungenau, dass die Grazer ihn abfangen konnten. Sandi Lovric brauchte nur noch auf Michael Lema quer zu spielen, und der schloss zur Grazer Führung ab (40.).

Mutig geworden, versuchten die Steirer nach Wiederbeginn mehr mitzuspielen. Es gab etwas mehr Raum für die Rose-Elf, und der Ausgleich war die logische Folge. Eine perfekt in den Strafraum gezirkelte Flanke von Dominik Szoboszlai verwertete Gulbrandsen aus kurzer Distanz zum 1:1 (53.).

Es blieb ein munteres Spiel mit klaren Vorteilen für Red Bull Salzburg. Der starke Gulbrandsen prüfte Jörg Siebenhandl mit einem Weitschuss (61.), Dabbur traf aus der daraus resultierenden Ecke aus kurzer Distanz die Latte. Das Powerplay des Meisters wurde von Minute zu Minute zwingender, es war schließlich Dabbur, der mit seinem 17. Saisontreffer die überfällige Führung besorgte (68.). Wieder war Szoboszlai der Einfädler gewesen. Nur drei Minuten später krönte der Ungar seine Leistung mit dem Treffer zum 3:1, bei dem er die Sturm-Abwehr schlecht aussehen ließ.

Blieb als Wermutstropfen nur, dass Marin Pongracic bei seinem Comeback nach viermonatiger Verletzungspause (Muskelbündelriss) nach 20 Minuten erneut angeschlagen vom Platz humpelte. Seine Teamkollegen hoffen, dass der Kroate diesmal nicht so lange ausfällt - und schon beim Schluss-Sprint zum nächsten Meistertitel in der Bundesliga wieder mit von der Partie sein kann. Dass sich die Bullen jetzt noch die Butter vom Brot nehmen lassen, glaubt jedenfalls niemand mehr.

Das Match zum Nachlesen im Liveticker:

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