Der einzige positive Aspekt ist ein schwacher Trost

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Standpunkt Alexander Bischof


Am Samstag sahen noch 1500 Zuschauer das Spiel in der Fußballbundesliga zwischen Red Bull Salzburg und der WSG Tirol. Es war für zumindest einen Monat die letzte Partie, in der Besucher in die Red Bull Arena durften. Auch der Schlager in der Champions League am Dienstag gegen Bayern München findet in der Bullenarena vor leeren Rängen statt. Denn die neueste Verordnung der Bundesregierung verbietet Fußballspiele mit Zuschauern.

Zwar haben die Bundesligisten ein perfektes Präventionskonzept erarbeitet, es gab auch keine bekannten Coronaausbrüche, die ihren Ursprung bei Fußballspielen hatten, aber die Maßnahme der Regierung war zu erwarten. Wenn alles heruntergefahren werden muss, kann es auch für den Profifußball keine Ausnahme geben. Das mag vielleicht ungerecht sein, aber es ist auch zu verstehen. Denn klar ist, dass die Fallzahlen sinken müssen, sonst kann überhaupt nicht mehr gespielt werden. Und dieses Szenario will niemand, der den Sport und besonders den Fußball liebt. Geisterspiele sind zwar fürchterlich - vor allem dann, wenn wie am Dienstag ein Gegner wie die Bayern auf die Bullen wartet - aber etwas Positives ist auch zu sehen. Nun müssen die Clubs keine Auslese mehr treffen, welche zuletzt 1500 Privilegierten zu einem Spiel ins Stadion dürfen. Es muss niemand mehr enttäuscht werden. Nur ein schwacher Trost, denn der Verlierer ist der Fußball.

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