Fußball

Fußball: Holt sich Leipzig das nächste Talent aus Salzburg?

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund zog Bilanz, und muss befürchten, dass er einen seiner Saisonaufsteiger an RB Leipzig verliert.

Vor dem letzten Spiel des Fußballjahres 2016 morgen, Samstag, gegen Wolfsberg sah Christoph Freund, der Sportdirektor von Red Bull Salzburg, trotz des Ausscheidens in der Qualifikation zur Champions League und der Gruppenphase der Europa League viel Positives im Verlauf der Herbstsaison.

Und der 39-Jährige hofft, dass die Leistungsträger der Bullen auch im Frühjahr in Salzburg spielen werden. Ob da allerdings auch RB Leipzig mitspielt?

Nach SN-Informationen haben nämlich die Verhandlungen wegen eines Transfers von Abwehrtalent Dayot Upamecano zum Tabellenzweiten der deutschen Bundesliga bereits begonnen.

Laut Freund habe es von Upamecano zwar noch keine Signale gegeben, dass er schon im Winter wechseln wolle, und der Franzose fühle sich in Salzburg sehr wohl, aber Salzburgs Sportdirektor betonte auch: "Wie man beim Blitztransfer von Sturms Matic vor zwei Tagen gesehen hat, geht es oft schnell bei einem Wechsel. Man kann einen Transfer nie zur Gänze ausschließen. Dayot Upamecano hat sich in Salzburg bestens entwickelt. Da ist es klar, dass Vereine aus Topligen aufmerksam werden. Dayot steht eine große Zukunft bevor. In drei, vier Jahren werden wir alle nur den Kopf darüber schütteln, dass so ein Spieler einmal in Salzburg war."

Ein Talent im Salzburg-Dress: Dayot Upamecano. SN/gepa pictures/ hans oberlaender
Ein Talent im Salzburg-Dress: Dayot Upamecano.

Da Leipzig dringend auf der Suche nach einem Innenverteidiger ist, liegt es auf der Hand, dass Sportdirektor Ralf Rangnick zuerst einmal nach Salzburg blickt.

Auch an Duje Ćaleta-Car, den Rangnick im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Schalke vor einer Woche live beobachtet hat, zeigen die Leipziger Interesse.

Vorerst noch hofft Christoph Freund nach einer intensiven und letztendlich auch positiv verlaufenen Herbstmeisterschaft, dass gegen den WAC ein guter Jahresabschluss gelingt. "Wir haben in fünf Monaten 35 Pflichtspiele absolviert. Da ist man an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. Wenn wir die Saison mit 40 Punkten abschließen, dann können wir optimistisch ins Frühjahr gehen", sagte Freund.

Der aus Leogang stammende Red-Bull-Sportchef betonte auch, dass das unglückliche Aus in der Qualifikation zur Champions League Spuren hinterlassen habe. "Es war wie ein Keulenschlag, den wir aber gemeinsam weggesteckt haben. Die letzten vier Auftritte in der Europa League waren ex trem stark. Wir spielen wieder dominant."

Das lag auch an Routinier Andreas Ulmer. Der 31-jährige Außenverteidiger verlängerte seinen Vertrag bis 2019. "Auch wenn wir weiter vermehrt auf Talente setzen, Red Bull Salzburg benötigt solche Säulen wie Ulmer", erklärte Freund.

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