Fußball spielen, um zu gewinnen

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Standpunkt Gerhard Öhlinger

Frankreich ist ein logischer Weltmeister 2018. Manche, wie die im Halbfinale gescheiterten Belgier oder die im Finale lange besseren und dann noch benachteiligten Kroaten, mögen das anders sehen. Doch bei der WM standen die Schönspieler am Ende schon oft mit leeren Händen da.

Den Triumph holen meist diejenigen, die kühlen Kopf bewahren und sich von Nebengeräuschen nicht beeindrucken lassen. Es gibt so etwas wie eine Routine des Erfolgs, und die sprach letztlich für die Franzosen. Dass sie im Endspiel von Fehlentscheidungen profitierten, passt ins Bild.

Niemand verkörpert diese Selbstverständlichkeit des Siegens so sehr wie ihr Trainer Didier
Deschamps, der es auf den Punkt brachte: "Ich habe Fußball nie des Spielens wegen gespielt, sondern immer, um zu gewinnen." Genau so agierte seine Elf bei der WM. Paul Pogba und Co. deuteten zwar gelegentlich an, dass sie Zauberfußball können. Aber weiß heute noch jemand, wer 1998 gezaubert hat? In Erinnerung blieben Zinédine Zidane und der Kapitän, der den Pokal in Empfang nahm: Didier Deschamps. 20 Jahre später ist er erneut der Meister des effizienten Erfolgsfußballs.

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