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Red Bull Salzburg: Trainer Marco Rose angeblich einig mit Mönchengladbach

Die Entscheidung um die Zukunft von Red-Bull-Salzburg-Trainer Marco Rose dürfte gefallen sein. Der Erfolgstrainer hat sich laut deutschen Medienberichten mit Borussia Mönchengladbach geeinigt.

Heiß begehrt: Marco Rose. SN/GEPA pictures
Heiß begehrt: Marco Rose.

Bei den Gladbachern wurde am Dienstag bekannt, dass Trainer Dieter Hecking am Saisonende den Club verlässt. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, heißt der Nachfolger Marco Rose. Der Verein habe sich grundsätzlich mit dem 42-jährigen Trainer geeinigt, der eine Ausstiegsklausel in Salzburg besitze. Eine bis drei Millionen Euro muss der Bundesligaclub an die Bullen überweisen, damit er im Sommer aus seinem laufenden Vertrag aussteigen kann.

Von Red Bull Salzburg, das am Mittwoch im Cup-Halbfinale bei Regionalligist GAK antreten muss, gibt es bislang keine Stellungnahme zu der Personalie.

Hecking hatte die Borussen im Dezember 2016 übernommen. Unter dem 54-Jährigen überwinterte Mönchengladbach zuletzt hinter Borussia Dortmund und Bayern München. In der Rückrunde lief es aber nicht mehr nach Wunsch. Nach nur einem Sieg in den vergangenen sieben Runden liegen die "Fohlen" derzeit außerhalb der Champions-League-Ränge. Gladbach-Sportdirektor Max Eberl gab sich bedeckt: "Wenn ich zu Marco Rose etwas sagen hätte wollen, dann hätte ich es gesagt. Es gibt gute Gespräche, aber mehr gibt es dazu noch nicht zu sagen."

Auch Wolfsburg hofft noch

Noch am Dienstagvormittag hatte Jörg Schmadtke, Sportchef von VfL Wolfsburg, das Interesse seines Vereins an Rose bestätigt. Zuvor war der Meistertrainer von Salzburg auch ein Thema bei Hoffenheim und Schalke 04 gewesen. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber war ebenfalls versucht worden, Rose noch eine weitere Saison zu halten. Österreichs Serienmeister darf darauf hoffen, bei einem weiteren Titelgewinn im heurigen Herbst in der Gruppenphase der Champions League zu spielen. Selbst Red-Bull-Inhaber Dietrich Mateschitz hatte in einem SN-Interview bekräftigt, dass alles getan werde, den Erfolgsgaranten zu halten.

Marco Rose war als aktiver Spieler Linksverteidiger und bestritt 54 Bundesligaspiele für FSV Mainz und Hannover 96. In Mainz gehörte er der legendären Mannschaft an, die 2004 unter Trainer Jürgen Klopp nach mehreren vergeblichen Anläufen den Aufstieg in die höchste Spielklasse schaffte.

Als Trainer hat Rose bei Red Bull Salzburg seit 2013 zuerst die Akademie-Teams U16 und U18 betreut und 2017 mit der U19 sensationell die UEFA Youth League gewonnen. Im selben Jahr wurde er Cheftrainer bei den Profis, mit denen er Meister 2018 wurde und das Halbfinale der Europa League erreichte. Dabei eliminierten die Salzburger Kaliber wie Real Sociedad, Borussia Dortmund und Lazio Rom. In der heurigen Gruppenphase der Europa League gab es zwei Siege gegen Schwesterclub RB Leipzig - auch die Konzern-Filiale in seiner Heimatstadt galt oft als möglicher künftiger Arbeitsplatz von Marco Rose. Seine Frau und seine Tochter leben nach wie vor in Leipzig.

Von bislang 103 Pflichtspielen für Red Bull Salzburg hat er 73 gewonnen und nur neun verloren - eine Bilanz, die Begehrlichkeiten in größeren Ligen wecken musste.

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