Red Bull Salzburg

Red Bull Salzburg zieht Konsequenzen: Trainer Marsch sprach ein Machtwort

Vor dem Achtelfinale im ÖFB-Cup gab es von Salzburg-Coach Jesse Marsch klare Worte, wer in Zukunft die Elfmeter schießen wird.

Salzburg-Trainer Jesse Marsch stellt klar, dass Erling Haaland Elferschütze Nummer eins bei Red Bull Salzburg ist. SN/gepa pictures
Salzburg-Trainer Jesse Marsch stellt klar, dass Erling Haaland Elferschütze Nummer eins bei Red Bull Salzburg ist.

Erling Haaland ist nicht nur ein überragender Torjäger, sondern den Norweger zeichnet es auch aus, dass er ein echter Teamplayer ist. Das bewies Haaland nicht erst am vergangenen Sonntag, als er wie schon in einigen Spielen zuvor bei zwei Elfmeterentscheidungen seinen Mitspielern den Vortritt ließ. Während Dominik Szoboszlai die Chance nutzte und mit dem Treffer vom Elferpunkt sein zuletzt etwas ramponiertes Selbstvertrauen stärkte, konnte Hee-Chan Hwang die Gunst des Augenblicks nicht nutzen. Sonderlich erfreut zeigte sich Salzburg-Trainer Jesse Marsch über die Großzügigkeit von Haaland nicht. Und so stellte der US-Amerikaner vor dem Drittrundenspiel im ÖFB-Cup am Mittwoch gegen Ebreichsdorf einiges klar.

Hätte Zlatko Junuzovic nicht in der letzten Minute Salzburg am vergangenen Sonntag gegen Rapid noch zum Sieg geschossen, der verschossene Elfer von Hwang beim Stand von 1:0 wäre zu einem heiklen Thema geworden. Es spricht für Haalands Teamgeist, dass er seinen Freunden die Möglichkeit ebnete, mit verwerteten Strafstößen gestärkt in die nächsten Partien zu gehen. Aber wäre es nach Marsch gegangen, hätte Haaland antreten sollen. "Normalerweise sind Haaland und Takumi Minamino unsere ersten Elferschützen", erklärte Marsch, der nun aber die Alleingänge seiner Profis auch unterbinden will. "Vielleicht muss ich doch in der Zukunft klarer ansprechen, dass Erling unser erster Elfmeterschütze ist", meinte Marsch. Haaland verwertete diese Saison alle drei Strafstöße, zuletzt beim 2:3 in der Champions League gegen Napoli wie ein abgebrühter Routinier. Auch bei seinem Ex-Club Molde war der 19-Jährige Elferschütze Nummer eins.

Heute bietet sich Haaland gegen den Regionalligisten Ebreichsdorf wahrscheinlich nicht als Elferschütze Nummer eins an. Denn in Anbetracht der vielen Spiele in den nächsten Wochen bis zur Länderspielpause ab 11. November wird Marsch im Cup personell wieder gehörig rotieren und nicht unbedingt seine Champions-League-Elf auf das Feld schicken. Es schlägt wieder einmal die Stunde von Patson Daka, Sékou Koïta, Majeed Ashimeru, Masaya Okugawa, dessen Vertrag bis 2023 verlängert wurde, oder Albert Vallci. Ebreichsdorf liegt aktuell an der dritten Stelle der Regionalliga. Daher erwartete Marsch auch ein Team, das sich extrem wehren wird: "Ebreichsdorf hat mit der Admira einen Bundesliga-Club aus dem Bewerb geworfen, sie sind also eine gefährliche Mannschaft."

Aufgerufen am 30.11.2021 um 11:46 auf https://www.sn.at/sport/fussball/red-bull-salzburg/red-bull-salzburg-zieht-konsequenzen-trainer-marsch-sprach-ein-machtwort-78432364

Kommentare

Schlagzeilen