Sport

Ein goldenes Jahr für das SSM

Das Salzburger Nachwuchsleistungssport-Modell feierte in diesem Jahr gleich drei Juniorenweltmeister - Resultat einer umfassenden Begleitung seiner Talente.

Wenn Segler Sebastian Slivon bei einem Trainingslager von seinem Boot steigt, schaltet er als Erstes seinen Laptop ein: "Ich erhalte alle Unterlagen zum Lernen online, so dass ich auch bei längeren Abwesenheiten immer auf Stand bin." Slivon hat heuer mit Partnerin Rosa Donner aus Kärnten den U21-Weltmeistertitel bei den 470ern geholt, im neuen Schuljahr steht für den UYC-Mattsee-Segler die Matura an - ein extrem fordernder Spagat, gerade bei einer reiseintensiven Sportart. Das Zusammenspiel zwischen Sport und Schule funktioniert aber dank SSM/Nachwuchsleistungssportmodell Salzburg.

"2022 war für das SSM ein ganz großes Jahr", kann Geschäftsführer Thomas Wörz zufrieden Bilanz ziehen. Neben Slivon wurden auch Schwimmer Luka Mladenovic und Billardspieler Florian Nüßle Juniorenweltmeister. Weitere Schüler bzw. Absolventen mit internationalen Medaillen waren Noah Kallan (Rodeln), Hannah Haigermoser (Voltigieren), Alisa Buchinger (Karate) und Nicole Kempf (Faustball). Talente wie Rupert Rohrmoser, Sarah Baumgartner (Leichtathletik), Isa Bektemirov und Kristian Cikel (Ringen) bewährten sich erstmals auf großen Bühnen, ebenso Fußballer Nicolas Seiwald, der nur ein Jahr nach seiner Matura im ÖFB-Teamtrikot und bei Red Bull Salzburg in der Champions League glänzt.

Die Erfolge kommen nicht von ungefähr. Die Betreuung durch Sportwissenschaft, Physiotherapie, Psychologie und Medizin lässt kaum Wünsche offen. Wörz sagt: "Wir waren noch nie so gut aufgestellt." Das Erfolgspuzzle komplettieren die Trainer, die in ständigem Austausch mit SSM und Schule stehen. Stefan Scharnagl, der Coach von Sebastian Slivon, schwärmt: "Die Zusammenarbeit funktioniert großartig. Dank der Flexibilität der Schule können unsere Sportler sich darauf konzentrieren, Spitzenleistungen zu bringen."

Stützpunkte als wichtige Partner

Fachverbände für Sportarten wie Segeln, Karate, Triathlon, Judo, Trampolin, Leichtathletik oder Ringen haben in den vergangen Jahren Nachwuchsstützpunkte in Salzburg aufgebaut und arbeiten eng mit den SSM zusammen. Am Bundesstützpunkt-Mitte des Österreichischen Segelverbands (OeSV) zum Beispiel werden gemeinsam mit Weltmeister Sebastian Slivon aktuell vier weitere Seglerinnen und Segler in Zusammenarbeit mit dem SSM betreut. Die AthletInnen können alle Strukturen des Modells sowie die des Bundesstützpunktes nutzen und haben stets erfahrene Trainer, die ihnen mit flexibler Trainingssteuerung und der Anpassung an individuelle Bedürfnisse zur Seite stehen.

Besondere Förderung von Frauen

Das SSM ist nicht nur das österreichweite Vorzeigemodell, in Salzburg schlägt auch das Herz das Dachverbands der Nachwuchsleistungssportmodelle
(VÖN). Der VÖN umfasst österreichweit 15 Nachwuchsleistungssportmodelle
und wird seit zehn Jahren von Thomas Wörz als Präsident und Daniela Angerbauer als Generalsekretärin von Salzburg aus gelenkt.

Frauenpower wird groß geschrieben in der Talenteförderung: Das vom Sportministerium in Kooperation mit dem VÖN ins Leben gerufene Gender-
Trainee-Programm geht heuer schon in die dritte Runde. Ab Frühjahr 2023 wird eine weitere Sportwissenschafterin eine fundierte Ausbildung in verschiedenen Fachbereichen der Athletenbetreuung und des Managements absolvieren. Das Projekt hat zum Ziel, mehr Frauen in der österreichischen Sportlandschaft zu etablieren.

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Aufgerufen am 25.09.2022 um 01:09 auf https://www.sn.at/sport/mixed/ein-goldenes-jahr-fuer-das-ssm-127390405

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