Mixed

Mateschitz und Hoeneß stehen vor gemeinsamem Großprojekt

In der deutschen Fußball-Liga neue Rivalen - im Geschäftsleben bald Partner. Der FC Bayern und Red Bull planen eine riesige Sporthalle.

Mateschitz und Hoeneß stehen vor gemeinsamem Großprojekt SN/dpa, gepa pictures
Der Uli und der Didi: Ulrich Hoeneß und Dietrich Mateschitz haben etwas vor.

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz und Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß wollen gemeinsame Sache machen.

Noch diese Woche soll es zu einem Treffen rund um den Bau einer Basketball- und Eishockeyhalle für 10.000 Zuschauer in München kommen.

Also rund eine Woche vor dem großen Liga-Showdown am 21. Dezember in München zwischen dem Tabellenführer Bayern und seinem ersten Verfolger, dem Sensationsaufsteiger RB Leipzig. Erste Wahl ist dabei wohl der Hangar-7 in Salzburg, wo sich die Prominenz die Klinke in die Hand gibt.

"Wir sind in Gesprächen", sagte der seit Kurzem wieder als Präsident der Bayern fungierende Hoeneß der deutschen "Bild"-Zeitung. "Er hatte mir einen sehr netten Brief geschrieben, als ich aus dem Gefängnis kam, und mir gesagt, dass er zu jeder Zeit zu einem Gespräch bereit sei. Und den Ball habe ich aufgenommen", meinte Hoeneß.

Eine Kooperation mit Red Bull stand schon einmal zur Diskussion. Im Februar dieses Jahres erteilte aber der damalige Bayern-Präsident Karl Hopfner dem Projekt wegen finanziellen Risikos eine Absage.

Die atmosphärischen Spannungen haben sich damit abgeschwächt: Denn noch vor wenigen Wochen polterte der Bayern-Boss in Richtung RB Leipzig und bezeichnete den Verein als "neuen Feind".

Für diesen Ausdruck entschuldigte er sich nur wenig später. Jetzt outet sich Hoeneß neuerdings als Mateschitz- und Leipzig-Fan. Zur neuen Kooperation passen auch charmante Töne des 64-Jährigen in Richtung Red Bull: "Ohne Red Bull gäbe es im Osten keinen wettbewerbsfähigen Fußballverein, und deswegen kann ich da nichts Negatives dran finden", so Hoeneß.

Gebaut werden soll eine neue Halle für 10.000 Zuschauer im Olympiapark München. Derzeit spielen die Basketballer des FC Bayern im 6700 Zuschauer fassenden Audi Dome. Das Eishockey-Team von Red Bull, derzeit an der Spitze der Deutschen Eishockey Liga DEL, soll künftig ebenfalls in dieser neuen Halle spielen.

Unter einem Dach mit den Bayern-Basketballern. Möglich machen soll dies ein aus geklügeltes Umbausystem, ähnlich den großen Sporthallen in den USA.

Dem Milliardär Mateschitz werden schon seit Jahren gute Kontakte zu Bayern München nachgesagt. Bei seinem Fußballeinstieg mit Red Bull in Salzburg vor elf Jahren fungierte Bayern-Legende Franz Beckenbauer als enger Berater.

Aufgerufen am 19.09.2018 um 05:42 auf https://www.sn.at/sport/mixed/mateschitz-und-hoeness-stehen-vor-gemeinsamem-grossprojekt-615511

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