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Schröpfen: Dunkle Flecken auf Körper von Olympiasieger Phelps

Michael Phelps war gezeichnet nach seinem 19. Olympiasieg. Dunkle, ins lila gehende kreisrunde Flecken waren auf seinem Oberkörper gut zu sehen, als sich der US-Amerikaner in Rio nach Gold mit der 4x100-m-Kraulstaffel feiern ließ. Es ist kein Tattoo oder Verbrennungen - es kam vom Schröpfen.

Diese alte Methode feiert in Schwimmerkreisen eine Art Comeback, auch andere US-Athleten schwören darauf. Mit einem erhitztem Glas, das über den Körper gezogen wird, sollen die Muskeln entspannt werden. Phelps schwört auf diese Behandlung, auch wenn die Effektivität der Methode umstritten ist.

Schröpfen - traditionelles Therapieverfahren

Die Methode des Schröpfens gehört zu einer der ältesten Therapiemethoden und wird in der "Alternativmedizin" eingesetzt. Schon vor über 3000 Jahren war das Schröpfen unter griechischen und agyptischen Ärzten bekannt. Dabei wird ein so genanntes Schröpfglas auf die Hautoberfläche gesetzt. Indem der Therapeut mit einer Flamme im Inneren des Glases ein Vakuum erzeugt, entsteht ein Unterdruck. Alternativ kann dieses Vakuum durch Abpumpen der Luft mit einer Handpumpe hergestellt werden.

Im Gegensatz zu einer Massage werden beim Schröpfen die Muskel- und Hautschichten nicht gedrückt, sondern angezogen. Der Stoffwechsel im Bindegewebe des behandelten Bereiches kann somit verbessert werden. Dem Schröpfen wird außerdem eine "entgiftende" Wirkung nachgesagt. Die intensive Saugwirkung soll Gift- und Schadstoffe unter die Hautoberfläche ziehen, wo sie durch Lymphgefäße entsorgt werden.

Durch das Saugen beim Schröpfen entstehen üblicherweise Hämatome (Blutergüsse, blaue Flecken). Bei Michael Phelps waren die Flecken sowohl am Oberarm als auch am Rücken zu sehen.

Schwimm-Superstar Michael Phelps
Quelle: SN

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