Sport

Beate Schrott gab in Andorf emotionalen Abschied

Hürdensprinterin Beate Schrott sagte am Samstag nach 20 Jahre Leistungssport Adieu. Als Nächstes auf dem Plan steht bei der 33-Jährigen die Hochzeit mit ihrem langjährigen Partner Christian Taylor.

Beate Schrott ließ es in Andorf über die 100 m Hürden noch einmal so richtig krachen und zeigte den zahlreichen und lautstarken Fans zwei tolle Läufe. Im Vorlauf war sie mit 13,20 Sek. (0,9) schon die Schnellste und auch in ihrem allerletzten Lauf, dem Finale, war die Niederösterreicherin mit 13,12 (0,4) nicht zu schlagen und so verlässt die ÖLV-Rekordhalterin die sportliche Bühne als verdiente Siegerin.

Beate Schrott sagte: "Ich möchte allen danken die heute da sind, es war eine große Ehre hier heute daheim in Österreich noch einmal laufen zu dürfen. Aber mein Körper dankt es mir aufzuhören, auch wenn es mir sehr schwerfällt. Ich danke allen für die jahrelange Unterstützung. Unter 13 Sekunden zu laufen ist mir leider verwehrt geblieben, aber es war ein sehr schöner Abschied für mich." Bereits nächste Woche wird sie ihren Verlobten Christian Taylor heiraten. Der US-Dreispringer will 2024 in Paris seinen dritten Olympiasieg feiern und arbeitet derzeit an seinem Comeback nach Verletzungspause.

Große Weißhaidinger-Show

Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) ließ es sich nicht nehmen, bereits zu Mittag bei der Eröffnung des neuen Leichtathletik-Zentrums anwesend zu sein und seinen zahlreichen Fans für Fotos mit der Medaille und Autogramme zur Verfügung zu stehen.

Sportlich war der Diskuswettkampf dann eine klare Angelegenheit für den Taufkirchener, der seit dem Finale in Tokio aber erst ein Training bestritten hatte. Mit 63,88 Metern lag er am Ende sogar über der Erwartung von Trainer Gregor Högler und mehr als 13 Meter vor dem Zweitplatzierten. Lukas Stiper (Union Salzburg LA) musste sich mit 46,89 Metern und Platz vier begnügen.

"Das Aufwärmen ist wegen der Autogramme und vielen Fotos etwas zu kurz gekommen", sagte Weißhaidinger. "Aber alle Freunde und meine ganze Familie waren hier, dieses Stadion ist ja sowas wie mein zweites Wohnzimmer. Ab Montag muss ich im Training wieder ein wenig zulegen, schließlich möchte ich mich ja noch fürs Diamond League Finale qualifizieren."

9,86 über 100 Meter

Ferdinand Omurwa (KEN), der in Tokio im 100m-Semifinale schon 10,00 Sekunden gelaufen war, stieß auf der neuen Andorfer Bahn in eine neue Dimension vor. Schon im Vorlauf unterbot er die 10-Sekunden-Schallmauer erstmals und verbesserte seinen eigenen nationalen Rekord auf großartige 9,96 (0,4). Im Finale folgte dann noch einmal eine Steigerung, der Kenianer brannte sensationelle 9,86 Sekunden (0,6) in den Andorfer Tartan, was die achtschnellste Zeit in diesem Jahr weltweit bedeutet.

Omurwa: "Ich habe keine Ahnung, wo diese Zeiten auf einmal herkommen. Dass ich in Tokio schon in Top-Form war wusste ich, aber vielleicht war ich dort nicht locker genug. Mit einer Zeit unter 10 Sekunden hätte ich schon gerechnet, aber die 9,86 überraschen mich jetzt selber. Das ist mein Geschenk ans tolle österreichische Publikum hier."

Eine persönliche Bestzeit über 1000 Meter stellte Paul DelNegro (Union Salzburg LA) in 2:43,50 Min. auf, ebenso Tristan Rakulj (LT Salzburg) in 2:55,42.

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