Motorsport

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz: "MotoGP ist attraktivste Rennserie"

Der Strecken-Eigner in Spielberg outete sich beim Großen Preis von Österreich als großer Motorrad-Fan. Indes trennt sich das von ihm unterstützte KTM-Team von Johann Zarco.

Dietrich Mateschitz (mit Freundin Marion Feichtner) zeigte sich wie knapp 200.000 vom Motorrad-Spektakel auf dem Red Bull Ring begeistert. SN/gepa pictures
Dietrich Mateschitz (mit Freundin Marion Feichtner) zeigte sich wie knapp 200.000 vom Motorrad-Spektakel auf dem Red Bull Ring begeistert.

Auch am Montag haben auf dem Red-Bull-Ring die Motorräder gedröhnt. Während die Moto2 und Moto3 testeten, kam es einen Tag nach dem Österreich-Grand-Prix zu einem Knalleffekt à la Spielberg. KTM bestätigte die Trennung von MotoGP-Pilot Johann Zarco per Ende 2019. Damit hat die "silly season" in der Zweirad-WM weiter Fahrt aufgenommen.

KTM kehrte dem Heimrennen mit zwiespältigen Gefühlen den Rücken. Der Moto2-Sieg von Brad Binder und die Top-Ten-Premiere von Miguel Oliveira als Achter in der MotoGP sorgten für Freude. Der Ausfall von Toppilot Pol Espargaró und die schwierige Situation um Zarco drückten gleichzeitig auf die Stimmung der Oberösterreicher.

Der zweifache Moto2-Weltmeister Zarco war als Nummer eins im Team geholt worden. Doch der Franzose kommt mit der RC16 nicht zurecht und redete zudem permanent das Bike schlecht. KTM-Chef Stefan Pierer hatte schon vor Spielberg eine mögliche Auszeit Zarcos angedeutet. Möglicher Ersatzfahrer könnte der Finne Mika Kallio sein.

Mit einem Jahresbudget von 40 Millionen Euro wird KTM das MotoGP-Projekt bis mindestens 2026 betreiben. Zudem hat Pierer mit Dietrich Mateschitz einen echten "Benzinbruder" zur Seite. Der sonst eher öffentlichkeitsscheue Streckeneigner und Red-Bull-Chef zeigte sich begeistert, posierte im Gastgarten sogar für Fotos mit Fans. Während die Zukunft der Formel 1 in Spielberg offen ist, begründete Mateschitz die Verlängerung mit der Zweirad-WM bis 2025 mit dem bemerkenswerten Statement, dass für ihn die MotoGP "die attraktivste Rennserie der Welt" sei. Es war auch 2019 zutreffend. Fast 200.000 Fans erlebten ein spektakuläres Wochenende, das mit dem Überholmanöver von Sieger Andrea Dovizioso in der letzten Kurve gegen Marc Márquez den Höhepunkt der Volksfeststimmung erreichte.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 23.08.2019 um 03:24 auf https://www.sn.at/sport/motorsport/red-bull-boss-dietrich-mateschitz-motogp-ist-attraktivste-rennserie-74735680

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