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Olympia2018

Eisschnelllauf: Vanessa Herzog richtet Fokus auf 500 und 1.000 Meter

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog fiebert ihrem ersten Auftritt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang am Mittwoch entgegen. Über 1.000 Meter rechnet sich die Tirolerin die größten Medaillenchancen aus. Dafür verzichtet sie sogar auf das zwei Tage davor stattfindende 1.500-m-Rennen. Nach überstandener Grippeerkrankung will die 22-Jährige kein Risiko eingehen.

Die 22-Jährige will kein Risiko eingehen SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Die 22-Jährige will kein Risiko eingehen

Herzog hat durch die Krankheit etwa zehn Trainingstage verloren. Die Fitness sei nun aber wieder vollständig hergestellt. Der Fokus liegt nun bereits gänzlich auf dem 1.000-m-Rennen, das gemeinsam mit dem 500er zu ihren Paradestrecken zählt. Ein Top-Ergebnis über 1.500 Meter sei ohnehin nicht zu erwarten gewesen. Ihr Olympia-Programm, das nunmehr aus drei Wettkämpfen besteht, wird von einem Antreten im Massenstart komplettiert.

Edelmetall ist für die ÖOC-Athletin vor allem über 1.000 Meter absolut in Reichweite. Dementsprechend zuversichtlich ist auch ihr Trainer und Ehemann Thomas Herzog "Zwischen Platz eins und sechs ist eigentlich alles möglich. Bei der 600-m-Marke wird sie sicher vorne dabei sein." Entscheidend werde die letzte Runde sein. "Es kommt darauf an, wie sie das Tempo halten kann."

Als unmittelbare Gegnerin in ihrem Lauf wünscht sich Herzog eine Südkoreanerin. "Das wäre auf jeden Fall spannend. Dann kann ich auch die Stimmung mitnehmen, das motiviert mich noch mehr." Die größte Konkurrenz kommt insbesondere aus Asien, aber "auch die Holländerinnen darf man nicht unterschätzen".

Im Training präsentiert sich die frischgebackene 500-m-Europameisterin exzellent. Ihr Coach ist mit ihrem aktuellen Zustand höchst zufrieden. "Die Zeiten im Training sind sehr gut im Vergleich zur Konkurrenz." Am Samstag zauberte die Athletin eine Rundenzeit von 25,9 Sekunden auf das Eis im Gangneung Oval. "Das ist die schnellste Zeit, die ich jemals von ihr gestoppt habe", so der Trainer.

Das Eis ist ganz nach dem Geschmack der zweifachen Weltcupsiegerin aufbereitet. "Das Eis ist sehr dünn und hart, was mir sehr gut liegt. Ich kann das erste Rennen kaum erwarten", so Herzog. Das spielt der Tirolerin insbesondere deshalb in die Karten, weil sie "im Vergleich zur Konkurrenz zu den schwereren Athleten zählt".

Der Wohlfühlfaktor in Südkorea ist bei Herzog sehr hoch. "Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Trainings werden auch immer besser", meinte das Eisschnelllauf-Ass am Samstag bei einer Pressekonferenz im Austria House. Angenehm seien für sie vor allem auch die kurzen Wege. Nur zehn Minuten Busfahrt trennen das Olympische Dorf von der Wettkampfstätte.

Das Zuschauerinteresse an den Eisschnelllauf-Bewerben ist enorm. "Die Halle wird wahrscheinlich komplett ausverkauft sein", erklärte Thomas Herzog. Lokalmatadorin Lee Sang-hwa Lee wird als zweifache Olympiasiegerin über 500 Meter von ihren südkoreanischen Landsleuten wie eine Volksheldin verehrt.

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