Regionalsport

Penco: "Letztendlich hat uns für die 2. Liga das Geld gefehlt"

SAK-Obmann Josef Penco spricht über den Rückzug des Geldgebers.

SAK-Obmann Josef Penco steht vor einer schweren Aufgabe. SN/krugfoto/Krug Daniel
SAK-Obmann Josef Penco steht vor einer schweren Aufgabe.

Nach wochenlangen Spekulationen ließ Christian Schwaiger am Freitag die Katze aus dem Sack: Der SAK-Präsident und Geldgeber wird sein Amt spätestens nach der Saison niederlegen und auch die finanzielle Unterstützung beim Fußball-Regionalligisten stark einschränken. Für SAK-Obmann Josef Penco kam die Entscheidung des Präsidenten nicht überraschend. Im SN-Interview erklärt Penco, warum er den Schritt Schwaigers versteht und sich um den SAK trotzdem niemand Sorgen machen braucht.

Haben Sie die Schocknachricht vom Freitag schon verdaut? Josef Penco: Ja. Es hat sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Es war mir klar, dass sich Christian Schwaiger zurückzieht, wenn der Aufstieg in die 2. Liga nicht möglich ist. Und ich bin froh, dass er uns schon im Jänner über seine Pläne informiert hat und wir somit noch genügend Zeit haben, um zu reagieren.

Verstehen Sie seine Entscheidung? Aus seiner Sicht ja. Wenn der SAK nicht in die 2. Liga aufsteigen kann, ergibt es für ihn keinen Sinn mehr, weiter in den Verein zu investieren.

Warum ist der Aufstieg Ihrer Meinung nach nicht möglich? Letztendlich hat uns für die 2. Liga das Geld gefehlt. Wir hätten ein Budget von rund 1,2 Millionen Euro gebraucht, das konnten wir aber leider nicht aufstellen. Infrastrukturell hätten wir die hohen Hürden schon nehmen können.

Der Rückzug von Geldgeber Schwaiger reißt ein großes Loch in das SAK-Budget. Natürlich wird ein beträchtlicher sechsstelliger Betrag fehlen, aber man muss sich um den SAK keine Sorgen machen. Wir müssen neue Sponsoren gewinnen, da ist jetzt der ganze Verein gefordert. Und Schwaiger hat uns zugesichert, dass er den Verein weiterhin finanziell unterstützen wird.

Wird der SAK in der nächsten Saison überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen können? Wir hatten vor Schwaiger eine Mannschaft und werden auch nach seiner Amtszeit eine stellen. An die Erfolge der vergangenen zweieinhalb Jahre werden wir aber sicher nicht anschließen können.

Der Traum von der 2. Liga dürfte aber für lange Zeit geplatzt sein. In den nächsten Jahren ist ein Aufstieg sicher nicht möglich. Ohne potente Investoren ist es aber für alle Clubs schwierig, in den Profifußball aufzusteigen.

Freuen Sie sich überhaupt noch auf die Rückrunde in der überregionalen Eliteliga? Natürlich. Die Mannschaft will weiterhin Vollgas geben und Meister werden. Für mich ist aber Saalfelden, das seinen Kader nochmal verstärkt, Favorit.



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