Squash

Lokalmatador Rehman vermisste beim Heimturnier den Salzburger Hexenkessel

Ohne Publikumsunterstützung schied der 34-Jährige bei der "Austrian Squash Challenge" im Halbfinale aus.

Aqeel Rehmans Hoffnung, zum dritten Mal nach 2003 und 2017 sein Heimturnier zu gewinnen, platzte dieses Mal im Halbfinale. Nachdem er zuvor den Deutschen Tobias Weggen im Eiltempo besiegt und in der Runde der letzten acht den Tschechen Jakub Solnicky in vier Sätzen niedergerungen hatte, war für den Salzburger am Samstag gegen Daniel Mekbib Endstation. Zwar konnte Rehman gegen den topgesetzten Tschechen zumindest einen Satz gewinnen, schließlich setzte sich der Weltranglisten-70. aber souverän mit 11:9, 11:6, 4:11, 11:6 durch. Im Finale musste sich dann Mekbib dem Ungarn Farkás Balazs in vier Sätzen geschlagen geben.

Zufrieden war Rehman vor allem mit seinem starken Auftritt im Viertelfinale. "Da habe ich extrem gut gespielt und meine beste Leistung abrufen können. Ich war total fokussiert und habe mich körperlich sehr stark gefühlt", erzählt der 34-jährige Salzburger. Ganz anders fühlt sich dann sein Auftritt im Halbfinale an. "Ich weiß auch nicht, was da los war. Meine Schläge waren nicht sicher und ich habe viele Fehler gemacht", erinnert sich Rehman. Auch der klar gewonnene dritte Satz brachte nicht die Wende für ihn. "Da war Daniel wohl ein wenig überrascht, dass ich noch einmal so gute Gegenwehr geleistet habe, auch im vierten Satz waren noch ein paar sehr gute Punkte dabei. Aber leider auch wieder viele Ausreißer."

Ein Grund für das Auf und Ab war natürlich die mangelnde Matchpraxis in der Coronazeit. "Wenn man viel spielt, läuft es irgendwann fast von selbst. Das hat mir dieses Mal vielleicht gefehlt", mutmaßt Rehman. Normalerweise spielt er neben der österreichischen Bundesliga auch noch die Meisterschaft in der Schweiz und in Deutschland. Derzeit müssen die Ligen aber in allen drei Ländern pausieren.

Zumindest hat Rehman in der Zwischenzeit einen weiteren Trainingspartner neben dem aus Rosenheim kommenden Deutschen Rudi Rohrmüller gefunden. "Georg Stoisser ist im Oktober nach Salzburg gezogen, weil er in Puch studiert. Mit ihm habe ich wieder mehr Möglichkeiten im Training", erläutert Rehman.

Auf das international gespielte Tempo können ihn aber auch die beiden nicht wirklich vorbereiten. "Leider ist selbst die Nummer zwei in Österreich weit weg von mir", weiß Serienstaatsmeister Rehman. "Da haben es etwa die Tschechen mit ihren vielen starken Spielern leichter."

Gefehlt hat ihm in Salzburg heuer auch die Publikumsunterstützung, musste das Turnier doch aus dem Europark ins Tenniscenter Süd verlegt werden. "Die Stimmung ohne Zuschauer war schon ein wenig schräg. Wir haben das Turnier ja auch schon früher hier gespielt und da war es ein richtiger kleiner Hexenkessel", erinnert sich der Salzburger wehmütig.

Quelle: SN

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