Wintersport

Mountain Attack: "Wertvoller als ein Weltcupsieg"

Eine Lovestory, ein stolzer Papa und viele Favoriten prägen den Skitourenklassiker in Saalbach.

Wenn es Nacht wird über Saalbach, kommt Leben in die Berge: 1200 Skibergsteiger stürmen am Freitag (16 Uhr, zu sehen im Livestream) bei der 22. Mountain Attack den Schattberg. Gut 40 Kilometer mit 3010 Höhenmetern liegen vor den Teilnehmern der Marathondistanz beim härtesten Bewerb im rennmäßigen Tourenskisport in Österreich.

Der Klassiker lockt ein Starterfeld der Extraklasse ins Glemmtal, und das, obwohl es keine Weltcuppunkte gibt. Salzburgs bester Skibergsteiger Jakob Herrmann verdeutlicht den Stellenwert: "Wenn ich auswählen dürfte zwischen Sieg bei einem Weltcuprennen oder bei der Mountain Attack, ich würde Letzteres nehmen."

Im Vorjahr war Herrmann Dritter, und auch heuer wird es schwer für ihn, ganz vorn zu landen. Michele Boscacci (ITA) will nach seinen Siegen 2018 und 2019 das Triple vollenden. Mitmischen wollen aber auch Werner Marti (SUI), Nadir Maguet (ITA), Toni Palzer (GER) oder der Steirer Armin Höfl, allesamt in den Top Ten der Weltrangliste vertreten.

Eine Lovestory im Schnee vollenden könnte Alba De Silvestro (ITA). Die Verlobte von Michele Boscacci erhält harte Konkurrenz durch die Schweizerin Victoria Kreuzer und ihre Landsfrau Elena Nicolini, im Vorjahr noch Siegerin auf der kürzeren Strecke, der Tour (2036 Höhenmeter).

Die heurige Tour bietet die größte Chance auf heimische Erfolge. Sarah Dreier (Neukirchen), Johanna Hiemer (Schladming) und Theresa Kober (Großgmain) haben den Sieg im Visier. Bei den Herren will der Vorarlberger Daniel Zugg seine Favoritenstellung untermauern. In Lauerstellung: Der Halleiner Max Kurz, dem sein Papa im Zielraum besonders die Daumen drückt. Mountain-Attack-Veranstalter Roland Kurz kümmert sich überdies um den reibungslosen Ablauf und freut sich: "Schneebedingungen und Wetterprognose sind perfekt."

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