Wintersport

Raw-Air-Serie lockt mit hohem Preisgeld

Nach WM-Medaillen locken hohe Prämien. Bei der Skisprung-Raw-Air-Serie in Norwegen, die am Freitag mit der Qualifikation auf dem Holmenkollen in Oslo beginnt, warten 60.000 Euro auf den Gewinner und 35.000 auf die Gewinnerin. Stefan Kraft war 2017 Sieger der Premiere. ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder sieht sein Team nach der WM bestens in Schuss.

Kraft war 2017 Sieger der Raw-Air-Premiere SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
Kraft war 2017 Sieger der Raw-Air-Premiere

Für die Gesamtwertung der Herren zählen 16 Sprünge an zehn Tagen auf den vier Schanzen in Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund, wobei neben den Weltcup-Bewerben auch die Qualifikationen einbezogen werden. Für die Damen sind neun Sprünge auf den ersten drei Stationen geplant, sie haben das abschließende Skifliegen auf der Weltrekordschanze nicht mehr im Programm.

"Körperlich passt alles, dafür haben wir trainiert", sagte Felder nach der Heim-WM. "Jetzt sind alle guter Dinge und gut drauf. Aber wir müssen schauen, dass wir dranbleiben, dass wir die Form mitnehmen. Natürlich werden wieder Stationen dabei sein, wo man sich schwerer tut, das sieht man auch bei anderen Nationen, aber die ganze Saison hat sich ganz gut entwickelt", betonte der Tiroler gegenüber der APA.

Der Coach setzt weiterhin auf das mit Silber dekorierte Quartett mit Kraft, Michael Hayböck, Daniel Huber und Philipp Aschenwald und vertraut in Norwegen auch weiterhin auf die WM-Teilnehmer Manuel Fettner und Jan Hörl. Als siebenter ÖSV-Springer ist Clemens Aigner dabei, der den Platz über den Kontinentalcup gesichert hatte. Gregor Schlierenzauer wurde nicht berücksichtigt und erklärte am Dienstagabend enttäuscht seine Saison für beendet.

Auch die ÖSV-Damen Daniela Iraschko-Stolz und Eva Pinkelnig wollen weiterhin Spitzenplätze einfliegen. "Ich freue mich auf die großen Schanzen", erklärte Pinkelnig. Die WM-Dritte Iraschko-Stolz hat mehrfach ihre Klasse auf Großschanzen bewiesen. Die 35-Jährige will im Sommer eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen. "Meine gesamte Motivation war auf die Heim-WM gerichtet. Aber wenn es weiterhin so großen Spaß macht, werde ich weiterspringen. Wenn nicht, höre ich auf", sagte die Wahl-Innsbruckerin nach der WM in Seefeld.

Während sich Kraft in Norwegen wohl erneut vor allem mit dem Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler, dem Raw-Air-Titelverteidiger Kamil Stoch und Ryuyu Kobayashi matchen wird, ist bei den Damen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maren Lundby die Topfavoritin. Die Lokalmatadorin sprach von einem "Meilenstein für das Damen-Skispringen". Der zweite und der dritte Gesamtrang sind mit 15.000 bzw. 5.000 Euro dotiert. Bei den Herren gibt es für die weiteren Podestplätze 30.000 bzw. 10.000 Euro.

Quelle: APA

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