Wintersport

Skistar Anna Veith arbeitet an ihrem Comeback

Knapp fünf Monate nach ihrem Kreuzbandriss nahm die Salzburger Olympiasiegerin Anna Veith am Mittwoch in Wien erstmals Stellung zu ihrer Zukunft. Niemand ging im Vorfeld davon aus, dass sie ihre Karriere beenden würde, aber während der Pressekonferenz kam dann doch ein Moment ...

Die Salzburgerin informierte ab 12.15 Uhr im Beisein von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel über ihre weiteren Karriere-Pläne. Die Pressekonferenz fand im Rahmen eines PR- und Charity-Events im Vienna City Beach Club auf der Donauinsel statt. Von einem Karriereende war vor der Pressekonferenz niemand ausgegangen, allerdings sorgte Anna Veith wohl kurz für Aufregung, als sie sagte: "Ich kann alles machen außer Skifahren auf hohem Niveau."

Aber sie setzte dann fort, dass es ihr sehr gut gehe, sie Fortschritte mache, es ihr Spaß mache. Veith räumte ein, dass sie ans Aufhören gedacht habe, wie schon bei ihren Verletzungen in den letzten Jahren. "Aber ich habe gemerkt, dass mir der Sport sehr wichtig ist und ich möchte es noch einmal versuchen, ein Comeback zu starten."

Die Tennengauerin formulierte ihre Ziele folgendermaßen: "Ich möchte wieder an die Spitze kommen, aber der Weg dorthin ist noch weit." Das erste Ziel sei, wieder auf Schnee zu kommen. Bevor sie wieder auf "Top-Top-Niveau" fahren könne, gebe es Zwischenziele. Auf eine genauen Zeitpunkt für eine Rückkehr in den Weltcup wollte sie sich nicht festlegen, ob es für den Auftakt in Sölden Ende Oktober reiche, bleibe abzuwarten. Es klang aber eher nach einem Nein.

Derzeit absolviert Veith eigenen Angaben nach einen "strengen Trainingsplan". "Ich werde noch drei Monate im Kondi-Bereich arbeiten, bis ich mich gut genug fürs Skifahren fühle, erst dann werde ich ins Schneetraining einsteigen."

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sagte zu "Annas" Plänen: "Die ersten Verletzungen waren viel schwerer, nach einer Patellasehne kommt man normal nie mehr zurück." Der Kreuzbandriss sei eine "kleinere Verletzung", "ich bin zuversichtlich, dass die Anna das schafft. Sie hat so viel Mut und Ehrgeiz. Wir helfen, was wir können".

Schröcksnadel zeigte sich gegenüber den Medienvertretern auch erleichtert, dass Anna Veith ihre Karriere fortsetzt, obwohl er es natürlich schon "ein paar Tage" wisse, wie er schmunzelnd meinte. "Wenn man eine Siegläuferin hat wie die Anna, und wir hätten sie nicht mehr, das wäre schlecht." Unter Druck gesetzt werde sie vom ÖSV auf keinen Fall. "Wenn sie gut fahrt, freut es uns. Von uns gibt es keine Ziele. Von uns hat sie Zeit genug."

Anna Veith ergänzte, "man kann nicht von 0 auf 100. Das habe ich aus meinen letzten Erfahrungen gelernt".

Anna Veith am Mittwoch, 5. Juni 2019, in Wien. SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Anna Veith am Mittwoch, 5. Juni 2019, in Wien.

Anna Veith am Mittwoch, 5. Juni 2019, in Wien. SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Anna Veith am Mittwoch, 5. Juni 2019, in Wien.

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