Hirschers Dominanz kommt an ihr Ende

Was das für den weiteren Karriereverlauf heißen mag, darüber kann nur spekuliert werden

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Standpunkt Michael Smejkal

Der Slalom verläuft derzeit nach einem strikten Muster: Im ersten Lauf steht Marcel Hirscher quasi "daneben", dann kommt die Materialumstellung, der große Angriff und die Bestzeit - das war in Zagreb so, in Adelboden, in Wengen und nun auch in Kitzbühel. Warum das so ist, darauf hat Hirscher selbst keine Antwort - oder nur eine unbefriedigende. Und er will auch nicht mehr darüber reden "Genug gesudert, es bringt nichts über die Details, die eh keiner versteht, noch lange zu reden." Und: "Jetzt ist es Zeit, wieder einmal gescheit zu fahren."

Ob es an der Form, dem Material oder dem Schwung liegt: Hirschers Dominanz der letzten Jahre beginnt zumindest im Slalom zu bröckeln. Was das für seinen weiteren Karriereverlauf heißen mag, darüber kann man nur spekulieren. Die jüngsten Aussagen in Wengen ("Ich bin ein alter Mann") und Kitzbühel ("Meine Tage sind gezählt") lassen viel Raum für Spekulationen.

Dass sich der Franzose Clement Noel nun mit den Siegen in Wengen und Kitzbühel zum WM-Favoriten aufgeschwungen hat, das macht es für Hirscher keinesfalls leichter: Denn alles andere als der doppelte WM-Titel im Riesentorlauf und Slalom wäre für ihn eine Enttäuschung.

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