Baden in Salzburgs Seen im Corona-Jahr

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Ob und wie das Baden in Salzburgs Seen im Corona-Jahr sein wird, war Anfang Mai 2020 noch nicht klar.

Einleitung

Aufgrund der Infektionskrankheit Covid-19 galten zunächst Ausgangsbeschränkungen, die mit 1. Mai gelockert wurden. Zu diesem Zeitpunkt gab es unterschiedliche Aussagen in Bezug auf das Vorhandensein von Quadratmetern pro Person, wenn sie sich im Freien bei allfälligen, kleinen Versammlungen aufhielten. Die Rede war zunächst von 20 Quadratmeter pro Person, also rund vier mal fünf Meter pro Person. Dann wurde die Zahl auf zehn Quadratmeter gesengt, also rund 3,5 mal drei Meter pro Person.

Ab 29. Mai sollen Beherbergungsbetriebe, Sehenswürdigkeiten und andere Tourismusbetriebe wieder regulär aufsperren dürfen - somit auch Freibäder. An entsprechenden Auflagen wird noch gearbeitet, die Gemeinden rechnen aber mit Personenbeschränkungen je nach Fläche.

Klar war nur, dass man nur mit Mund-Nasenschutz diese öffentlichen Freibäder betreten darf. Dazu gab es bereits Ende März, Anfang April im Facebook eine Karikatur, die eine Frau mit gebräuntem nacktem Oberkörper zeigte, deren Mund- und Nasenpartien ganz weiß geblieben waren.

Wie sah es Anfang Mai an Salzburgs Badeseen aus?

Am Wolfgangsee gab es bereits Anfang April zu Ostern Zugangsbeschränkungen zu öffentlichen Seegrundstücken. Die Gemeinde am Wolfgangsee hat sieben frei zugängliche Badeplätze, zu denen auch das ehemalige Strandbad zählt.

Im Strandbad in Henndorf am Wallersee war Anfang Mai ebenfalls der freie Zugang zum Wallersee gegeben. so Bürgermeister Schwierig sei die Situation, weil es im Strandbad auch ein beheiztes Becken und ein Babybecken gibt. Bürgermeister Rupert Eder (ÖVP), wenn keine Richtlinien von der Bundesregierung kämen, muss die Gemeinde das Freibad wohl absperren. Sie wisse auch nicht, ob sie die Wasserspielgeräte im See aufbauen können. Eder ging Anfang Mai von Besucherobergrenzen aus und und daher werden auch keine Saisonkarten verkauft.

In Seeham am Obertrumer See wartete man noch auf Richtlinien für den Badebetrieb. Wie immer werde man mit dem Saisonkartenverkauf im Mai beginnen. Das Strandbad öffnet auch in normalen Jahren nicht vor Ende Mai, Anfang Juni berichtete die Geschäftsführerin Renate Schaffenberger vom Tourismusverband Seeham.. Anfang Mai war das Areal als Gemeindepark frei zugänglich, die Sanitäreinrichtungen aber geschlossen. Auch Renate Schaffenberger rechnet mit einer Personenbeschränkung, die sich nach der zur Verfügung stehenden Strandbadfläche richtet. Wobei sie einräumt, dass es eine Frage der Verantwortlichkeit sein werde, da sie nicht das Personal und die Möglichkeiten, um zu kontrollieren, ob die Badegäste die Abstandsregeln einhalten.

In Mattsee am gleichnamigen See wurde heuer mit der Sanierung des historischen Strandbades begonnen. Im Freibad steht eine Fläche von 17 000 Quadratmetern zur Verfügung, was ausreichen sollte, um entsprechenden Abstand halten zu können. Auch einen getrennten Ein- und Ausgang kann organisiert werden. Stark angezogen hatte der Saisonkartenverkauf, was darauf hindeutet, dass die Menschen sich auf einen Urlaub am See einrichten. Beim Eintritt hätten dann die Saisonkartenbesitzer jedenfalls Vorrang.

Am Fuschlsee hofft man auf die Auferstehung der Sommerfrische am See, wie sie einst im gesamten Salzkammergut üblich war. Beim Naturbadestrand in Hof bei Salzburg war der Parkplatz ab 1. Mai wieder offen. Das Fuschlseebad mit seinem beheizten Becken wird vermutlich am 29. Mai aufsperren.

Im Tennengau liefen in den Freibädern in Hallein und Abtenau bereits die Vorbereitungen auf den Sommer (Grünarbeiten, Beckenreinigung etc.), als die mögliche Öffnung Ende Mai von der Regierung verkündet wurde. Noch unklar ist momentan die Situation bei frei zugänglichen Badeplätzen. Grundsätzlich waren die Bundesforste-Flächen am Wiestalstausee bisher frei zugänglich. Auch die Badeplätze an der Taugl waren bisher zugänglich, die Gemeinde Kuchl hatte bis 30. April den Parkplatz gesperrt. Ab 1. Mai war auch diese Sperre aufgehoben, auch der Kuchler Bürgerausee soll offen bleiben.

In der Stadt Salzburg waren Anfang Mai das Leopoldskroner Freibad, das Aya-Freibad und das Volksgartenbad startklar. Am Freitag, 29. Mai, öffnen sie ihre Türen. Letztes Jahr startete das das Aya-Bad aufgrund des schönen Wetters bereits am 19. April in die Sommersaison 2019.

Bei Hallenbädern ist die Situation schwieriger

Ungeklärt war Anfang Mai noch immer die Situation im Paracelsusbad und Kurhaus. Beide Häuser waren geschlossen, Leiter Gerhard Smöch (Tourismusgesellschaft) wartete auf Vorgaben seitens der Regierung und Landessanitätsbehörde. An Schlechtwetter-Wochenendtagen zählte das erst im Oktober eröffnete 60-Millionen-Euro-Hallenbad vor Corona bis zu 1 000 Besucher. Man geht nicht davon aus, an diese "Normalität" so schnell wieder anknüpfen zu können. Als noch sensibler wird der Kurhaus-Betrieb eingestuft, da man hier manuelle, hautnahe Therapien an vorwiegend älteren Herrschaften, die zur Risikogruppe zählen, verabreicht. Seine 62 Mitarbeiter hatte Smöch in Kurzarbeit geschickt.

Quelle

Übersicht über die Beiträge zum Thema Infektionskrankheit Covid-19