Obertrumer See

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Die Trumer Seen
Grabensee Obertrumer See Mattsee Luftbild 20151205.jpg
Daten
Koordinaten: 47° 57' 40" N, 13° 4' 50" O
Höhe über dem Meeresspiegel: 503 m ü. A.
Fläche: 4,9 km²
Länge: 5 km
Breite: 1,3 km
Einzugsgebiet inkl. See: 57,6 km²
Volumen bei Mittelwasser: 83,8 Mio m³
Maximale Tiefe: 36,3 m
Gemeindegebiet: Mattsee, Obertrum am See, Seeham
Karte
Obertrumersee-Panorama von Seeham aus
Seeuferlandschaft in Obertrum

Der Obertrumer See ist einer der drei Trumer Seen in der Salzburger Region Trumer Seenland im Flachgau.

Geografie

Der Obertrumer See liegt in einer Senke zwischen dem Haunsberg und dem Buchberg im nördlichen Flachgau. Am Ufer des Sees liegen die Gemeinden Obertrum am See, Mattsee und Seeham. Der See gehört zur Gänze zum Gebiet der Marktgemeinde Mattsee. [1]

Er ist der größte der Trumer Seen. Ihm folgt der Mattsee und als kleinster der drei Seen der Grabensee.

Hydrogeografie

Die natürlichen Zuflüsse des Obertrumer See sind

in Obertrum am See:
in Seeham:
in Mattsee:

Der Mattsee entwässert über einen Kanal an der Johannisbrücke in den Obertrumer See.

Der natürliche Abfluss des Obertrumer Sees, die Aag, ist ein Teil der Mattig, die den Obertrumer See von Norden nach Süden durchfließt und in den Grabensee mündet.

Naturschutz

Der See steht als Teil des Naturschutzgebiets Trumer Seen und des Naturschutzgebiets Obertrumer Seens unter Naturschutz.

Entstehung

Der Obertrumer See ist ein natürlich entstandener Zungenbeckensee. Die aus Flysch bestehenden Erhebungen des Hauns- und Buchberges im Flachgau zerlegten den östlichen Teil des Salzachgletschers in einzelne Zungen, von denen eine das Mattseebecken bildete. Der Obertrumer See ist der größte verbliebene Teil des Urmattsees. Dieser entstand nach Abschmelzen des Mattseegletschers, wobei der Wasserspiegel mit 525 m etwa 25 m höher lag als heute. Nach Stillstandslagen bei 510 m bis etwa 10 000 v. h. führte der Durchbruch der Mattig durch die Endmoräne nördlich des Grabensees zur Absenkung des Wasserspiegels auf die jetzige Höhenlage von 503 m ü. A. Die Entwässerung des Obertrumer Sees erfolgte - im Gegensatz etwa zum Wallersee - immer nach Norden.

Geologie

Der See liegt in einer dem Flyschsockel aufgelagerten Moränenlandschaft des Mattseegletschers, einem Lappen des Salzachgletschers. Der Schlossberg Mattsee und der Wartstein gehören zur Helvetischen Zone. Diese besteht vorwiegend aus leicht zerstörbaren Mergeln, doch sind fallweise harte Bänder aus Kalksandstein (Nummulitensandstein) mit viel Quarz eingelagert. Südlich davon liegt die Flyschzone aus Mergel, Sandstein, Tonschiefer und Kalk.

Geschichte

Seit dem 18. Jahrhundert beschwerten sich die dort ansässigen Bewohner über die zunehmende Verschlammung und Versumpfung im Abfluß der Seen. 1869 beauftragte der Landesausschuss ein Projekt um Abhilfe zu schaffen und genehmigte im Jahr 1874 das k.k. Finanzministerium im Einvernehmen mit dem k.k. Agrarministerium ein Projekt zu Regulierung des Mattigbaches und zur Tieferlegung der drei Seen. Am 1. Juli 1874 gingen die drei Seen in das Eigentum des Landes Salzburg über. In den Jahren 1879 bis 1885 wurden die Regulierung des Mattigbaches, der Aushub der Kanäle und die Tieferlegung der Seen schrittweise durchgeführt. Das Hochwasser von 1897 führte zu einer beträchtliche Hebung des Wasserspiegels, sodass neuerliche Räumungen der Kanäle von Schlamm und Schilf auch in den nachfolgenden Jahrzehnten immer wieder notwendig und zu finanzieren waren. [2]

Baden, Wassersport und Seenland-Schifffahrt

Panorama: Topcat Classic Trophy am 22.08.2015
Panorama: Lateiner-Regatta am 28.08.2016

Der Obertrumer See gilt als Badesee mit Trinkwasserqualität und angenehmer Wassertemperatur.[3] Es gibt zwei öffentliche Strandbäder: in Seeham das Strandbad Seeham (mit Wasserrutsche und Aquajump) und in Obertrum am See das Strandbad Oitner in Staffl.

Der See kann mit einem Linienschiff oder auch mit Leihbooten befahren werden. Aufgrund der guten Windbedingungen ist der See auch bei Seglern und Surfern beliebt. Jährlich veranstaltet werden die Topcat Classic Trophy und die Lateiner-Regatta.

Wanderwege um den See

Um den See herum gibt es zahlreiche Naturwanderwege. Für ausdauernde Wanderer wird der Pilgerweg Via Nova empfohlen, der im niederbayrischen Metten beginnt und in St. Wolfgang im Salzkammergut endet. Er führt auch durch Seeham am Obertrumer See.

Obertrumersee-Radrundweg

Digitales Geländemodell Obertrumer See

Im Rahmen der Gewässergüteüberwachung des Salzburger Seenlands wurde vom Gewässerschutz des Amtes der Salzburger Landesregierung eine aktuelle Tiefenkarte des Obertrumer Sees mit einer exakt erhobenen Wasseranschlagslinie bezogen auf Mittelwasser in Auftrag gegeben. [4] [5]

Im Zuge der Seenvermessung wurden auch die Bestände der Ufervegetation, die hauptsächlich aus Schilf, Moorwiesen und Birken besteht, vermessen und die vorhandenen Stege aufgenommen. Weiters wurde eine einfache Klassifikation der Uferlinie vorgenommen.

Sehenswertes

Am Nordufer des See befindet sich Zellhof, das zur Gemeinde Mattsee gehört. Hier ist die kleine Zellhofkapelle St. Georg und Unserer Lieben Frau sehenswert. International ist Zellhof auch für sein Pfadfinderdorf bekannt.

Am Südufer liegt zwischen dem Ort Obertrum und dem See der Überrest eines früher größeren Moorgebietes. Entlang der Mattig führt ein Fußweg zur Mündung, wo man einen schönen Ausblick über den See genießen kann.

Panoramabilder

  • Bilder einer Rundfahrt auf dem Obertrumer See und den Ausblicken über seine Wasserflächen
Obertrumer See, Blick vom Schnabelspitz in Seeham nach Obertrum am See
Obertrumer See, südlich vom Schnabelspitz bei Seeham
Obertrumer See, nordöstlich vom Schnabelspitz auf Höhe von Zellhof
Obertrumer See, nördlich von Mattsee
Obertrumer See, nördlich vom Wartstein im Westen von Mattsee
Obertrumer See, Seemitte zwischen Matzing im Westen und Mitterhof im Osten
  • Bilder vom Ufer aus
Obertrumer See, vom Wartstein nach Obertrum am See und Seeham
Obertrumer See, Südansicht

Bilder

 Obertrumer See – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Obertrumer See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Fußnoten