Die Geschichte der Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg

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Einer der ersten Trinkwasser-Hochbehälter wurde auf dem Salzburger Stadtberg Mönchsberg 1950 stillgelegt und beherbergt heute das Wasser.Spiegel-Museum.

Geschichte

1873 begann die Neuerrichtung einer Wasserleitung von den Fürstenbrunner Quellen am Untersberg in die Stadt Salzburg. Dazu wurde auch ein Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg geplant und errichtet. Neben dem Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg entstand auch ein Trinkwasser-Hochbehälter am gegenüberliegenden Kapuzinerberg.

1906 wurden Grundtransaktionen anlässlich der Errichtung eine Reservoirs einer Nutzwasserleitung auf den Mönchsberg für Trinkwasser für die Stadt Salzburg in die Wege geleitet. Damals gab es Verhandlungen zwischen der Stadtgemeinde Salzburg und den Besitzern der Edmundsburg bezüglich eines Grundabtausches. Die Besitzer der Edmundsburg stellten in Aussicht, für den an die Stadtgemeinde abzutretenden Grund in der Größe von 3 267 Quadratmetern von dieser im gleichen Ausmaß "hinter" der Villa Gaskell zu erhalten. 1908 wurde die Leitung zum Mönchsberg in Betrieb genommen. Unklar ist noch, ob es sich dann tatsächlich um Nutz- oder doch um Trinkwasser handelte und somit um eine weitere Zuleitung zum ersten Trinkwasser-Hochbehälter.[1]

Auf einem Stadtplan aus dem Jahr 1919 sind folgende Wasserreservoirs eingezeichnet:

  • Ein Brauchwasserbehälter südöstlich der Bürgerwehr über dem Bürgerspital St. Blasius. Es war rechteckig in Nord-Süd-Richtung angelegt.
  • Ein Trinkwasserbehälter östlich des Gartens der Grasmayr-Villa. Es war rechteckig in Nord-Süd-Richtung angelegt und lag an der Geländeoberfläche 498 m ü. A..

Im Herbst 1929 war jedenfalls wieder eine neue Wasserleitung von Fürstenbrunn auf den Mönchsberg und neben diesem ersten Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1 020 Kubikmeter ein weiterer Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1 560 Kubikmeter errichtet worden.

Diese beiden, der erste und der neue, wurden mit dem ebenfalls schon bestehenden Nutzwasser-Hochbehälter untereinander verbunden.

Die Ringleitung zu diesen Hochbehältern führte über die Felswand beim Barbaraturm zum Bucklreuthgut hinter der Sternbrauerei zur Neutorstraße, Bayernstraße, Riedenburger Straße, Aiglhofstraße, Rudolf-Biebl-Straße, Ignaz-Harrer-Straße über die - damals Ludwig-Viktor-Brücke - heute Lehener Brücke bis zum Westbahnviadukt, wo sie 1929 noch endete.

Quellen

Fußnote

  1. siehe dazu ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 29. Oktober 1934, Seite 8