Franziska Alderwerelt

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Stolperstein für Franziska Alderwerelt (* 1906, + 1943); am Max-Ott-Platz Nr. 4

Franziska Alderwerelt, auch Franziska van Alderwerelt (* 27. April 1871 in Prossnitz (Prostejov), damals: Österreich-Ungarn, heute Mähren; † 18. Februar 1943 in Theresienstadt (ermordet)) war ein aus Salzburg deportiertes Opfer des Nationalsozialismus.

Leben

Franziska, geborene Schindler vermählte sich am 11. Juni 1895 in Wien mit dem belgischen Autor Georges van Alderwerelt, standesamtlich. Am 25. April 1901 erfolgte die kirchliche Trauung in der Wiener Pfarre Lichtental. Kurz zuvor war die Ehefrau vom jüdischen zum katholischen Glauben konvertiert. Alderwerelt galt nun als Katholikin. Weiters besaß sie die belgische Staatsbürgerschaft.

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wohnte das Ehepaar abwechselnd in Gastein und in der Stadt Salzburg. Georges starb am 24. September 1924 in Salzburg. Franziska behielt ihren Lebensstil, nur den besten Hotels zu logieren, bei, so auch im Hotel Pitter an der Rainerstraße.

Später übersiedelte Alderwerelt nach Baden bei Wien, ab 1942 in Wien-Leopoldstadt, zuletzt im Kloster der Karmelitinnen, in einem Altersheim. Von dort wurde sie am 13. August desselben Jahres nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. Februar des darauffolgenden Jahres ihr Leben verlor.

Zum Andenken an Franziska Alderwerelt wurde am 3. Juli 2014 am Max-Ott-Platz Nr. 4 ein Stolperstein verlegt.

Quelle