Georgskirche (Festung Hohensalzburg)

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Georgskirche auf der Festung Hohensalzburg
Ansicht; Süd nach Nord
Panoramaaufnahme: Das Innere der Georgskirche, Ansicht: West nach Ost

Die Georgskirche, auch St. Georgskirche, ist eine denkmalgeschützte Kirche in der Festung Hohensalzburg in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Die Georgskirche wurde 1501 erbaut und 1502 innen mit reichem Schmuck im Stil der Gotik versehen. Der Bauherr war Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach. Die Georgskirche wurde außerhalb des Hohen Stocks errichtet, weil im Zuge des dortigen Umbaus die alte Burgkapelle aufgelassen wurde. Die Kirche ist dem heiligen Georg geweiht. Die Weihe erfolgte mutmaßlich gleichzeitig mit der Erbauung.

Die Georgskirche hat ein steiles Satteldach und im Westen ein spitzes Glockentürmchen mit Uhr. Über dem Spitzbogen des Portals, etwas nach rechts versetzt, befindet sich ein überlebensgroßes Relief des Heiligen Christophorus.

Das Monument von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach an einer Außenwand der Kirche entstand erst 1515. Es befindet sich an der Südseite, zum Burghof hin orientiert, unter einem kleinen flachen Vordach.

Im 17. Jahrhundert wurde der Kirche ein Stockwerk aufgesetzt. Wahrscheinlich geschah dies im Zuge des Umbaus des Reißzuggebäudes 1644. Durch den Umbau verlor die Kirche ihr ursprüngliches steiles Ziegeldach. Die Jahreszahl 1752 in einem Kehlbalken des Dachstuhls könnte das Datum der Errichtung des Dachstuhls sein.

Die Glocken wurden im Jahr 1638 von Jakob Lidel gefertigt und dürften erst später, im 17. oder 18. Jahrhundert, in der Georgskirche aufgehängt worden sein. Sie wurden gezielt unter die kleinen Vordächer vor die Schallfenster gehängt. So kann man den Stundenschlag in allen Räumen der Festung hören.

Beschreibung

Die Georgskirche beeindruckt durch ihre Ausstattung und hochwertige Kunstwerke:

Apostel, rechte oder südliche Seite
Georgskirche, Ansicht; West nach Ost
innen:
  • Der Innenraum der Georgskirche besteht aus vier Jochen mit einem 3/8-Schluss. Ein reiches Netzgewölbe aus verschlungen Rippen und Kreisen bildet die Decke. Durch zwei Spitzbogen-Fenster nach Süden gelangt das Licht in das Innere der Kirche.
  • An den Wänden rundum befinden sich 13 monumentale gotische Reliefs aus Adneter Marmor, angebracht 1502, die - nach Kupferstichen von Martin Schongauer - Christus und die zwölf Apostel zeigen. Größe und Qualität lassen darauf schließen, dass diese aus dem mittelalterlichen Dom stammen und seit dessen Abbruch (15991606) in der Festungskirche sind.
  • Der barocke Hochaltar aus Marmor mit einem hohen Unterbau datiert zurück in die Jahre 1776 bis 1779.
Das Altarbild von Frans de Neve aus dem Jahr 1672 zeigt den heiligen Georg als Drachentöter. Es wird von zwei Säulen flankiert und hat als Giebelaufsatz ein Marienbild. Seitlich des Altars befinden sich Opfergangsportale, darüber der heilige Rupert von Worms und der heilige Virgil.
  • Die zwei Seitenaltäre stammen aus dem 18. Jahrhundert. Beide Altäre haben einen Marmoraufbau mit seitlichen Pilastern.
Der südliche Altar ist dem heiligen Sebastian und dem heiligen Florian geweiht. Er trägt als Aufsatzbild den heiligen Johannes Nepomuk.
Der nördliche Altar ist der Verkündigung geweiht, mit dem Aufsatzbild der heiligen Anna.
außen: an der südlichen Außenwand
Diese bedeutende spätgotische Bildhauerarbeit wird dem Meister Hans Valkenauer zugeordnet.
Die Inschrift besagt: "Hie gibt Erzbischove Leonhard zu Salzburg geborn von Keutschach den segen über des stiffts Salcburg landt."

Plan

Bilder

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Quellen