Gerhard Florey

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Gerhard Florey (* 1897[1] in Preußisch-Schlesien[2]; † 1996[1]) war evangelischer Pfarrer der Stadt Salzburg.

Leben

Florey stammte aus Sachsen[3]. Er wirkte seit 1923[3] − andere Angabe: seit 1934[2] − in Salzburg.

Im Jahr 1938 gehörte er zu jenen, die den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich befürworteten.[4]

Florey bemühte sich intensiv um Kontakte mit den Nachfahren der in Ostpreußen aufgenommenen Salzburger Exulanten und beschäftigte sich mit den historischen Gegebenheiten der großen Emigration auch wissenschaftlich.[3]

Floreys tiefe Menschlichkeit und Toleranz, die er nicht nur in seinem Pastorenamt an den Tag legte, machten ihn zu einem allseits beliebten Kirchenmann.[3]

Ehrungen

Florey war Bürger der Landeshauptstadt Salzburg. Im Jahr 1988 wurde er überdies von Bürgermeister Josef Reschen mit dem Stadtsiegel in Silber ausgezeichnet, womit insbesondere seine Verdienste um die Erforschung der Geschichte der Protestanten in Salzburg anerkannt wurden.[2]

Werke

(unvollständig)

  • Der Protestantismus im Lande Salzburg. Ein Stück evangelischer Kirchengeschichte. Sächsische Verlagsgesellschaft, 1927.
  • Bischöfe, Ketzer, Emigranten. Der Protestantismus im Lande Salzburg von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Böhlau, 1. Auflage 1967.
  • Geschichte der Salzburger Protestanten und ihrer Emigration 1731/32. Wien u.a., 2. Aufl. 1986,
  • In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):
    • Die Schwarzacher Versammlungen der Salzburger Protestanten im Jahre 1731, in: MGSLK 114, 1974, S. 243-270
    • Der „stumme Gefangene“ auf Hohenwerfen. In: MGSLK 123, 1983, S. 283-296
    • Bericht über die Mission, die im Pfleggericht Goldegg vom 3. September bis zum 27. Oktober 1733 gehalten wurde. In: MGSLK 125, 1985, S. 489-498
    • Zum Frömmigkeitsbild des Salzburger Protestantismus. In: MGSLK 128, 1988, S. 241-250
    • „Der Wahre Römisch Catholische Salzburger“. Eine Kontrovers-Postille im Auftrag Firmians. In: MGSLK 133, 1993, S. 261-274
  • Predigt eines Salzburger Prädikanten aus dem Jahre 1731. In: Jahrbuch für die Geschichte des Protestantismus in Österreich, Jg. 97, 1981.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Lebensdaten nach Karl W. Schwarz: Bischof Dr. Hans Eder und die Evangelische Kirche in Österreich in der Ära des Nationalsozialismus; hier zitiert nach dem Evangelischen Museum (S. 6).
  2. 2,0 2,1 2,2 Zeitungsbericht aus dem Jahr 1988 (Einzelheiten zur Quelle sind nicht bekannt) über die Auszeichnung Pfarrer Floreys mit dem Stadtsiegel in Silber.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Reinhard Rudolf Heinisch: Salzburg im Gründungsjahr der Offiziersgesellschaft. In: Festschrift 50 Jahre Salzburger Offiziersgesellschaft. (2007.)
  4. Siegfried Göllner, Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation.