Aula Academica

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Blick in die Aula.
Karte
Das Gebäude der Aula Academica.
Eingang vom Furtwänglergarten.
Gemälde "Maria und Engel" von Abraham Bloemaert (* 25. Dezember 1564 in Gorinchem, Holland; † 27. Jänner 1651 in Utrecht) in der Aula Academica.

Die Aula Academica, auch Große Aula, Universitätsaula oder Mozartaula genannt, der Universität Salzburg befindet sich in der Alten Universität im Festspielbezirk der Altstadt der Stadt Salzburg.

Geschichte

Die Aula Academica wurde 1631 vom Dombaumeister Santino Solari errichtet und diente ursprünglich als Kongregationssaal für die Marianische Kongregation des Kollegiums. Sie wurde am 5. Jänner 1654 von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron, dem Gründer der Benediktineruniversität Salzburg, eingeweiht. Sehr wahrscheinlich wurde sie nach Plänen von Wolfgang Hagenauer um 1780 erstmals umgestaltet. Sie diente auch als historischer Mehrzweckraum für Messen und für Theateraufführungen des Benediktinertheaters.

Oberhalb der acht Fenster der Ost- und den sieben Fenster der Westseite befinden sich Darstellungen der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes. Das ehemalige große Altarbild stammt von Abraham Bloemart und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von seiner Mutter Maria und von Heiligen. Die Turmuhr stammt von Jakob Pentele.

Musikveranstaltungen

In der Großen Aula haben - neben vielen Salzburger Komponisten - auch Leopold Mozart (mit der Aufführung von „Antiquitas personata“ am 18. Mai 1742, dessen Text von Paul Nagl stammte) und sein Sohn Wolfgang Amadeus, gewirkt. Als Fünfjähriger trat Mozart am 1. September 1761 im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex“ (Musik von Johann Ernst Eberlin, Text von P. Marian Wimmer) als tanzender Page auf.

Am 13. Mai 1767 wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthos“ (KV 38) hier uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit elf Jahren und spielte selbst am Clavicembalo. Mit dieser Oper wurde die Aula am 27. Jänner 2005 nach ihrer gründlichen Renovierung am 249. Geburtstag Mozarts wiedereröffnet. Die Gesamtkosten für den Umbau beliefen sich auf etwa 7,2 Mio Euro. Den Hauptteil in Höhe von ca. 6 Mio Euro trug die Bundesimmobiliengesellschaft als Gebäudeeigentümerin. Weiters hatten sich das Bildungsministerium und die Universität Salzburg an den Kosten beteiligt.

Ausstattung

Im Jahr 2004 wurde Aula Academica als Veranstaltungsort konzeptionell umgestaltet. Der Zutritt erfolgte früher über die Doppelstiege in der Alten Universität und durch die relativ enge Prunkpforte an der Nordseite. Die Raumnutzung der Aula war früher von Nord nach Süd auf ein niedriges Podest schauend, ausgerichtet und die Bestuhlung war eben ausgeführt. Die Nutzung wurde um 180 Grad gedreht. Der Zutritt erfolgt heute über ein modernes, breites Stiegenhaus und durch zwei Zugänge an der Südseite.

Das Podest, über die Raumbreite greifend, steht heute an der Nordseite. Die darüber liegende weiße Wand kann dadurch als Projektionsfläche genutzt werden. Der Hohlraum darunter ermöglichte erstmals den Einbau einer Klimaanlage für den Saal.

Zur Verbesserung der Sicht und Akustik wurde in die Aula eine von Norden nach Süden in flachen Stufen aufsteigende, aus Stahl konstruierte und mit Holz-Akustik-Elementen verkleidete Tribüne oder Auditorium eingebaut, sodass heute alle Besucher der verschiedenen Veranstaltungen (Konzert, Vortrag, Präsentation, Sponsion, Promotion oder akademische Ehrung) optimale Sicht- und Hörbedingungen haben. Der Raum wurde auch mit entsprechender Veranstaltungstechnik ausgestattet.

Die ca. 660 m² große Aula hat heute 624 gepolsterte Klappstühle, 504 Plätze befinden sich auf der Tribüne und sind mit dieser starr verbunden. Der Südtrakt wurde zu einem neuen Foyer, dem "Jeanne Kahn-Foyer" (benannt nach der Gattin des Wahlsalzburgers und bedeutenden Kunstmäzens Donald Kahn), umgestaltet, eine außen gelegene Treppenanlage erschließt die Aula vom Furtwänglerpark aus. Das Gebäude präsentiert sich nunmehr behindertengerecht und wurde mit zeitgemäßen Garderoben- und Sanitärräumlichkeiten ausgestattet.

Quellen