Josef Schöndorfer

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Josef Schöndorfer (* 27. März 1849 in Bischofshofen; † 14. Juli 1900 in München), war Bürgermeister der Stadt Hallein und Namensgeber des dortigen Josef-Schöndorfer-Platzes

Wirken als Bürgermeister

Schöndorfer amtierte von 1892 bis 1899 und gilt bis heute als einer der verdienstvollsten Bürgermeister der Salinenstadt. Er setzte sich vehement für den Neubau wichtiger öffentlicher Einrichtungen wie des Halleiner Krankenhauses (1894), des Armenhauses, der Friedhofskirche sowie der Volks- und Bürgerschule ein, veranlasste die Schaffung einer Hochquellenleitung, die Kanalisierung im Stadtgebiet, eine großzügige Regulierung der Straßen und die erste elektrische Straßenbeleuchtung (1896). Verdienste erwarb er sich auch um die Gründung der ersten Sparkasse in Hallein, um die Ausgestaltung des Post-, Telefon- und Telegrafenamtes und um die Einrichtung des Sitzungssaales im Rathaus.

Besonders bemühte er sich um die 1896 erfolgte Einrichtung der Bezirkshauptmannschaft in Hallein und um die Eingemeindung der bis dahin selbstständigen Ortsgemeinden Taxach und Burgfried.

Ehrungen

Nachdem Schöndorfer in München an den Folgen einer Operation verstorben war, ehrte ihn die Marktgemeinde Hallein drei Tage später, am 17. Juli 1900 mit der Umbenennung des bisherigen "Stadtrichterplatzes" in Josef Schöndorfer-Platz (Hallein). Am 30. Juni 1907 ließ die Gemeinde zudem ein Denkmal auf dem Platz errichten, das jedoch während des Zweiten Weltkriegs abgetragen wurde. Seit 1961 erinnert eine Büste im Halleiner Stadtpark an den verdienstvollen Bürgermeister.

Quelle