Karl Reissacher

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Karl Reissacher (* 20. Juni 1820 in Salzburg; † 21. oder 24. März 1870 Eisenerz in (Stmk.)) war ein Salzburger Montanist.

Leben

Karl Reissacher studierte Bergbaukunde an der Bergakademie in Schemnitz (heute Banská Štiavnica, Slowakei) und in Wien.

Erst 25-jährig wurde er 1845 Betriebsleiter des Bergbaues am Gasteiner Radhausberg und am Rauriser Goldberg, 1849 Bergmeister in Rauris, 1852 Bergmeister, dann bis 1862 Bergverwalter inBöckstein.

Zugleich war er von 1853 bis 1863 Verwalter des Bad Gasteiner Badeschlosses und der dazugehörenden Thermalquellen.

Er entdeckte ein Quellsediment, das an das vorbeifließende Wasser das radioaktive Gas Radon – den für die Gasteiner Thermen spezifischen Wirkstoff – abgibt: den Reissacherit.

Karl Reissacher erwarb sich große Verdienste um die Gasteiner Thermalwasserversorgung. Unter anderem gelang ihm die Auffindung und Erschließung der Thermalquelle I, der Kaiser-Franz-Joseph-Quelle, für die Versorgung des Badeschlosses.

Er erlag infolge angestrengter Arbeiten einem Lungenleiden.

1923 wurde ihm zu Ehren die Thermalquelle XII, einer der tiefsten genutzten Warmwasserausflüsse im Reissacher-Stollen, als „Reissacher-Quelle“ (vorher: Chorinskyquelle) neu benannt.[1]

Werke

Quellen

  1. Menschenwerke im Gasteinertal. Thermalquellen in Badgastein. © 21.5.2007 by Anton Ernst Lafenthaler (gestützt auf Georg Mutschlechner, Die Natur des Gasteiner Tales [1954]), gastein-im-bild.info