Margarethe Demus-Witternigg

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Dr. Margarethe Witternigg, später verh. Demus (* 7. März 1911 in Salzburg; † 13. Juni 1951 in Wien), war Landeskonservatorin für Salzburg.

Leben

Margarethe Witternigg erblickte als Tochter des Redakteurs der „Salzburger Wacht“ und späteren Nationalratsabgeordneten Josef Witternigg das Licht der Welt.

Sie studierte an der Universität Wien Kunstgeschichte und promovierte nach Ablegung sämtlicher Prüfungen mit Auszeichnung mit einer Dissertation über das Thema „Urban Görtschacher und seine Stellung in Kärnten“ am 21. Oktober 1940.

In der staatlichen Denkmalpflege war sie zunächst in Klagenfurt tätig. 1945 wurde sie als Landeskonservatorin nach Salzburg berufen. In ihrer weniger als fünf Jahre währenden Amtszeit gelang unter ihrer fachkundigen, liebevollen und opferfreudigen Leitung eine erstaunlich große Zahl von Wiederherstellungen und Aufdeckungen namhafter Kunstdenkmale. Hiezu zählten Restaurierungen bekanntester Kunstwerke, wie der Kollegien-, der Bürgerspitals-, der Kajetaner-, der Dreifaltigkeits- und der Johannsspitalskirche, des Treppenhauses des Schlosses Mirabell sowie der Fürstenzimmer der Festung Hohensalzburg. Auf dem Gebiet der mittelalterlichen Wandmalerei, dem ihre besondere Liebe galt, waren ihr hochbedeutsame Entdeckungen vergönnt.
In der Österreichischen Zeitschrift für Denkmalpflege berichtete sie über folgende Fälle:

  • Neu aufgedeckte Fresken in der Pfarrkirche zu Mariapfarr im Lungau (1947);
  • Die Gemälde in der Kajetanerkirche zu Salzburg (1947);
  • Freskenfund in der Filialkirche St. Ruprecht zu Weißpriach und Wandmalereien im Chor der Pfarrkirche in Mariapfarr im Lungau (1948);
  • Die Restaurierung der Dreifaltigkeitskirche in Salzburg (1948);
  • Pfarrkirche Dorfbeuern (1948);
  • Ein wiedergefundenes gotisches Wandgemälde der Villacher Werkstätte (1948);
  • Ein neuaufgedecktes Wandgemälde in der Frauenkirche zu Bischofshofen (1948);
  • Die Innenrestaurierung der Wallfahrtskirche Maria Plain bei Salzburg (1948);
  • St. Leonhard bei Grödig (1948).

Im November 1949 schied sie von Salzburg, um sich mit Prof. Otto Demus, dem damaligen Präsidenten des Bundesdenkmalamtes, zu verehelichen. Dieses Glück währte freilich nicht lange: Am 13. Juni 1951 starb sie an den Folgen einer Gehirnblutung.

Quelle

Zeitfolge