Nikolaus von Myra

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Nikolaus beim Adventmarkt in Thalgau

Nikolaus von Myra († um 350 in Demre, Türkei) war Bischof von Lykien.

Geschichte

Der Legende nach warf Bischof Nikolaus nachts drei Goldkugeln in ein Zimmer, um deren Bewohnerinnen vom dem drohenden Schicksal der Prostitution zu bewahren. Diese Legende führte dazu, dass im Mittelalter die Gabenbringer am 6. Dezember unsichtbar blieben. Die kostümierte Nikolaus-Darstellung entsprang der Forderung des Konzils von Trient (1545–1563), dass systematisch durchzuführende Pastoralvisiten der Bischöfe stattzufinden haben.

Der Bischof war in Folge eine Gestalt, die als Gabenbringer die Kinder in den Familien prüfte. Doch er selbst strafte nie, wurde aber bereits oft von dunklen Gehilfen - Krampus - begleitet. Den Aufzeichnungen des Bischofs in seinem goldenen Buch entsprechend verteilte der Nikolo kleine Geschenke.

Es entwickelte sich ein "Volksschauspiel" mit dem Auftreten des Nikolos, seinem Gehilfen Krampus oder Knecht Ruprecht sowie weiteren Rollendarstellern wie erschreckte Kinder oder Mägde.

Der Nikolaus galt auch lange als Heischebrauch (überliefertes Brauchrecht von Kindern und Jugendlichen, seltener Erwachsene, für gewisse Leistungen Geld oder Lebensmittel zu sammeln, dazu zählen auch Hirtenbräuche oder Kinder mit Ratschen, die am Karsamstag die Häuser abklappern, Quelle Buch Verschwundene Bräuche).

Nikolaus im Salzburger Land

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts trat der Nikolaus überwiegend mit einem oder mehreren Krampussen auf. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich mehr und mehr das touristische Spektakel der Krampusläufe rund um Nikolaus.

Quelle