Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig

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Kontaktdaten[1]
Schulkennzahl: 501840
Name der Schule: Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig
Adresse: Mühlbacherhofweg 6, 5020 Salzburg
Website: www.phsalzburg.at
E-Mail: office@phsalzburg.at
Telefon: (06 62) 63 88-0
Rektorin: Mag.a Dr. Elfriede Windischbauer
Vizerektor: Prof. Mag. Dr. Wolfgang Plaute
Vizerektorin: Mag.a Pia Pröglhöf
Logo der Pädagogischen Hochschule Salzburg
Karte
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig, Akademiestraße 23
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig, Akademiestraße 23

Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig (PH) ist eine der Lehrerausbildungsanstalten des Bundes für Volks- und Hauptschullehrer in Salzburg.

Geschichte

Die Geschichte der Lehrerausbildung geht in Salzburg auf das Jahr 1790 zurück, in dem Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo das Salzburger Schullehrer-Seminar ins Leben rief und Franz Michael Vierthaler mit dessen Leitung betraute.

Die Entwicklungsstufen der Ausbildung umfassten

  • das genannte Schullehrerseminar (ab 1790);
  • die Lehrerbildungsanstalt (ab 1869);
  • die Pädagogische Akademie des Bundes als Einrichtung des tertiären Bildungsbereiches (auf der Matura aufbauend, ab 1968);
  • die Pädagogische Hochschule als Einrichtung des tertiären Bildungsbereiches (auf der Matura aufbauend, seit 2005).

Die Lehrerbildungsanstalten widmeten sich bis 1968 als sekundäre Bildungseinrichtungen der gesamten Ausbildung der Pflichtschullehrer. Die „Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg“ („Pädak“) übernahm 1968 die Lehrerausbildung aufbauend auf dem Niveau der allgemeinen Hochschulreife (Matura). Die bisherigen Lehrerbildungsanstalten wurden zu Musisch-pädagogischen Realgymnasien, in welchen musisch-pädagogische Grundlagen vermittelt wurden.

Die bis 1969 im heutigen Gebäude der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg am Universitätsplatz 1 untergebrachte Lehrerbildungsanstalt übersiedelte geschlossen in die – ihr zu Ehren so benannte – Akademiestraße, wo das Musisch-pädagogische Bundesrealgymnasium (Akademiestraße 21) zwischen dem neuen Bundesrealgymnasium (Akademiestraße 19) und der neuen Pädagogischen Akademie (Akademiestraße 23) angesiedelt wurde. Die dazu gehörige Übungsvolksschule befindet sich unmittelbar neben der Pädagogischen Akademie (Akademiestraße 25).

Als Übungshauptschule übernahm die Pädagogische Akademie 1977 die in der Nähe gelegene 1970 errichtete Hauptschule Herrnau.

2005 beschloss das österreichische Parlament, die Lehrerbildung zu akademisieren und Pädagogische Akademien und Pädagogische Institute wurden in Pädagogische Hochschulen umgewandelt. Nach sechs Semestern schließen die Absolvent/innen ihr Studium mit einem Bakkalaureat ab. Anschließend kann der ausgebildete Lehrer/ die ausgebildete Lehrerin, wenn er/ sie zwei bis vier weitere Semester an einer Universität studiert, den akademischen Grad des Masters erlangen.

Die Reform trat in Salzburg mit 8. Oktober 2007 in Kraft.

Vor der Weihnachtsfeier am 20. Dezember 2012 flammte an der Pädagogischen Hochschule Salzburg eine Diskussion darüber auf, ob man angesichts der immer kritischer hinterfragten NS-Vergangenheit von Tobias Reiser d. Ä. dessen Musik noch bei offiziellen Anlässen der PH spielen sollte. Eine Entscheidung über den generellen Umgang mit Tobi Reiser wollte die Führung der Hochschule nach genauerer Prüfung fällen.

Im Herbst 2014 wurde sie zu Ehren des Autors Stefan Zweig in Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig umbenannt.

Organisation

An der Spitze der Hochschule steht eine Rektorin, Elfriede Windischbauer, mit zwei Vizerektoren, Wolfgang Plaute und Pia Pröglhöf. Dem Rektorat zur Seite gestellt sind der Hochschulrat, die Studienkommission und die Gleichbehandlungskommission.

Die Pädagogische Hochschule Salzburg verfügt über fünf Institute:

  • Institut für Fort- und Weiterbildung Grundstufe und Koordination Sekundarstufe I
  • Institut für Fort- und Weiterbildung Sekundarstufe II
  • Institut für Fachdidaktik, Unterrichts- und Schulentwicklung
  • Institut für Bildungswissenschaften und Forschung
  • Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung

Darüber hinaus verfügt die Pädagogische Hochschule über zwei Praxisschulen (Praxis-Volksschule und Praxis-Neue-Mittelschule), sowie über eine Praxistagesstätte (Die Insel - Haus der Jugend).

Während der Generalsanierung des Hochschulgebäudes ist die Pädagogische Hochschule seit 2017 in ehemaligen Räumlichkeiten der Universität Salzburg auf der anderen Straßenseite untergebracht.

In drei Center of Competences wird an wichtigen inhaltlichen Schwerpunkten der Lehrerbildung gearbeitet:

  • Diversity-Pädagogik
  • Medienpädagogik
  • Neue Lernformen

Umbau und Neubau

Die beiden Hochschulgebäude in der Akademiestraße 23-25 werden im Bestand saniert und erweitert. Die beiden Häuser aus den 1970er Jahren werden bis auf die Tragkonstruktion zurück gebaut. Die Pläne für die Neugestaltung der PH Salzburg stammen von den Tiroler Architekten Riccione. Zwischen den beiden Bestandsgebäuden wird der Raum für eine Erweiterung genutzt. Hier entsteht ein neuer Verbindungstrakt als Herzstück der neuen Hochschule. In Summe sollen 6000 Quadratmeter dazugewonnen werden. Der Spatenstich fand am 4. September 2018 statt. Kosten: rund 35 Millionen Euro. Der Umbau soll bis Sommer 2020 abgeschlossen sein. Danach geht es um den Neubau der Praxisvolksschule mit 250 Kinder. [2]

Daten (2012/2013)

Im Studienjahr 2012/2013 sind insgesamt ca. 1 200 Studierende für die Ausbildungsgänge Sonderschule, Volksschule, Hauptschule/ Neue Mittelschule und Berufsschule inskribiert. In der Fort- und Weiterbildung sind für die Veranstaltungen 26 000 Anmeldungen zu verzeichnen. 12.000 Lehrerinnen und Lehrer wurden an der Pädagogischen Hochschule in der Akademiestraße bisher ausgebildet. (Stand: 2018) [3]

Siehe auch

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise